Breton verteidigt umstrittene Privatisierung von Gaskonzern GDF
AFP
Paris (AFP) - Frankreichs Finanzminister Thierry Breton hat die geplante mehrheitliche Privatisierung des Gaskonzerns GDF gegen weit verbreitete Kritik verteidigt. Durch diesen Schritt und die folgende Fusion von Gaz de France (GDF) mit dem Energieanbieter Suez entstehe ein europäischer Branchenriese, warb Breton am Donnerstagnachmittag zum Auftakt der Debatte über das umstrittene Vorhaben vor der Nationalversammlung. Wegen Protesten und Einwänden der linken Opposition begann die auf zwei Wochen angesetzte Debatte mit deutlicher Verspätung. Suez-Chef Gérard Mestrallet sagte in Paris, die Fusion sei für sein Haus die beste, nicht aber die einzige Option.
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Die Opposition hat die Rekordzahl von mehr als 137.000 Änderungsanträgen gegen den Regierungsplan eingereicht. Das Vorhaben ist in Paris bis in die Reihen der konservativen Regierung umstritten, weil der Staat dazu seinen Mehrheitsanteil an GDF aufgeben muss. Er soll, entgegen einer gesetzlichen Festlegung von 2004, nur noch eine Sperrminorität von etwa 33 Prozent halten. Das Parlament muss dazu ein neues Gesetz beschließen. Der den Abgeordneten vorgelegte Text soll Frankreich zudem auf die völlige Liberalisierung seines Energiemarktes vorbereiten.
Mestrallet vermeldete unterdessen das beste Halbjahresergebnis aller Zeiten: Der Gewinn kletterte um 39,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Das Fusionsvorhaben sei "auf gutem Wege", versicherte der Suez-Chef und fügte hinzu: "Die Regierung ist zuversichtlich, also bin ich zuversichtlich". Die Gewerkschaften haben einen Protesttag gegen die GDF-Privatisierung für kommenden Dienstag angekündigt.
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