Brandenburg räumt bei klimafreundlicher Energieversorgung ab

AFP | 11.11.2008
Bild: Wasserkraftwerk


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Berlin - Brandenburg, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein sind deutschlandweit bei der klimafreundlichen Energieversorgung führend: Dies geht aus einer Studie hervor, die die Agentur für Erneuerbare Energien am Montag in Berlin vorstellte. Die drei Bundesländer wurden mit dem "Leitstern 2008" ausgezeichnet, der für ambitionierte Ausbauziele bei den Erneuerbaren, eine konsequente Förderung entsprechender Technologien und eine wirksame Standortpolitik steht. Gesamtsieger wurde Brandenburg, in Teildisziplinen holten Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein den "Leitstern" - das süddeutsche Bundesland für seine Förderung erneuerbarer Wärme, das nördliche für eine erfolgreiche Standortpolitik.


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Im Bundesländer-Ranking liegen neben Brandenburg, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein auch Bayern und Sachsen-Anhalt vorn. Je ambitionierter die Bundesländer auf den breiten Einsatz von Erneuerbaren bei Strom, Wärme und Verkehr setzten, desto weiter lägen sie in den Kategorien vorn, erläuterten die Herausgeber der Studie. Brandenburg belegte demnach in den ausschlaggebenden Kategorien einen vorderen Platz, während die übrigen vier Spitzenreiter-Länder in einzelnen Indikatorgruppen führten. Schlusslichter sind demnach das Saarland, Berlin und Hessen, und auch Nordrhein-Westfalen und Hamburg belegten nur hintere Ränge.

  
Der Studie zufolge schneiden die neuen Bundesländer etwas besser ab als der Rest der Republik - im Osten seien die Anstrengungen zur Nutzung der Erneuerbaren höher. Zudem seien in strukturschwächeren Bundesländern die positiven Auswirkungen der erneuerbaren Energien auf die Wirtschaft im allgemeinen und auf die Arbeitsplätze besonders deutlich zu spüren.
  
Die Potenziale zur Nutzung der Erneuerbaren sind dem Vergleich zufolge in ganz Deutschland gleich verteilt. Allerdings zeichne sich bei der Umwandlung von Chancen in Erfolge ein uneinheitliches Bild ab: Bayern, Baden-Württemberg und Hessen lägen beispielsweise beim Einsatz erneuerbarer Wärme vorn - das Potenzial der Windenergie werde bisher aber nur zu einem geringen Teil genutzt.
  
Für ihre Auswertung nutzten die Autoren 49 Indikatoren. Damit bewerteten sie die Anstrengungen, Ziele und Maßnahmen der Bundesländer (den sogenannten Input), genauso wie die sichtbaren Erfolge und deren Entwicklung (Output). Beim Input waren dies beispielsweise die energiepolitische Programmatik eines Bundeslandes, Programme zur Förderung der Erneuerbaren, Solaranlagen auf landeseigenen Gebäuden oder die sogenannte Hemmnisvermeidung, also der Abbau von Hürden zur Förderung klimafreundlicher Energien. Beim Output sahen sich die Autoren der Studie an, wieviel Forschungseinrichtungen zum Thema erneuerbare Energien ein Land aufweisen kann oder welche Ansiedlungestrategie für die Branche es verfolgte - ebenso wie Daten zur Erzeugung erneuerbarer Energien.
  
Um die einzelnen Länder mit ihren unterschiedlichen Ausgangsbedingungen vergleichen zu können, nahmen die Autoren der Studie Bezugsgrößen zu Hilfe wie etwa technische Potenziale bei Wasserkraft oder Biogasproduktion. Wo diese nicht oder veraltet vorlagen, griffen sie demnach auf sogenannte Potenzialleitgrößen zurück, also für die Windenergie beispielsweise auf landwirtschaftlich genutzte Flächen.

 



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