Blackberry: Modellfeuerwerk soll Talfahrt stoppen
Waterloo - Während Apple seine Fans weiter auf das iPhone 5 warten lässt, bringt Rivale Research in Motion (RIM) gleich fünf neue Modelle auf den Markt. "Das ist die größte weltweite Markteinführung von Blackberry-Smartphones aller Zeiten", erklärte Co-Konzernchef Mike Lazaridis am Mittwoch am Firmensitz im kanadischen Waterloo.
RIM setzt bei den Geräten auf die beliebten Touchscreen-Displays. Auch zwei neue Modelle der Klassiker-Baureihe Bold werden mit berührungsempfindlichen Bildschirmen ausgestattet, sie behalten aber gleichzeitig ihre bekannte Tastatur. Hinzu kommen drei neue Torch-Modelle, zweimal mit reinem Touchscreen-Display, einmal zusätzlich mit ausschiebbarer Tastatur.
RIM hatte den Trend zu Touchscreens lange verschlafen, während Apple mit seinem iPhone stetig neue Kunden gewann. Als weiterer großer Konkurrent sind die Android-Smartphones aufgetaucht. Der Marktforscher IDC rechnet bislang damit, dass der Marktanteil von Blackberrys weiter fällt von in diesem Jahr noch 14,2 Prozent auf 13,4 Prozent im Jahr 2015.
Das Modellfeuerwerk soll den Rückgang stoppen. Allerdings werden auch die jetzt vorgestellten Geräte von dem in die Jahre gekommenen Blackberry-Betriebssystem angetrieben. RIM verspricht aber Detailverbesserungen wie ein schnelleres Surfen im Web. Spätere Modellgenerationen sollen einmal vom leistungsfähigeren Betriebssystem QNX angetrieben werden.
Die fünf neuen Blackberrys kommen ab Ende August in den Handel. Damit besitzt RIM gegenüber Apple einen Zeitvorteil: Mit dem iPhone 5 wird erst im Herbst gerechnet. Für viele Mitarbeiter von RIM ist es dennoch zu spät: Beim Smartphone-Pionier müssen angesichts der Probleme 2000 Leute gehen - damit fällt jede zehnte Stelle weg.
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