Bislang stärkstes Bergbau-Beben erschüttert das Saarland
dpa
Saarbrücken (dpa) - Das bislang stärkste Bergbau-Beben im Saarland hat am Freitagabend den Förderstandort Ensdorf erschüttert. Mit einer Stärke von 3,4 auf der Richterskala und einer Schwinggeschwindigkeit von 71 Millimetern pro Sekunde - dieser Wert gibt die Erdbewegung wieder - sei es weiträumig zu spüren gewesen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Steinkohle AG (DSK) am Samstag in Saarbrücken. Es habe besorgte Anrufe nicht nur aus dem Raum Lebach bei Saarlouis gegeben, sondern auch aus dem von Ensdorf 25 Kilometer entfernten Saarbrücken. Nach Angaben des Unternehmens handelte es sich um eines der stärksten Erdbeben im Bergbau überhaupt. Menschen wurden nicht verletzt.
- Anzeige -
Bereits in der Nacht habe es überdurchschnittlich viele Meldungen über Schäden an Häusern gegeben, sagte die DSK-Sprecherin. Bei der Polizei gingen etwa 300 Anrufe besorgter Bürger ein. Nach Angaben des Landesverbandes der Bergbaubetroffenen Saar (Igab) liefen zahlreiche Menschen aus Angst auf die Straße. Der Verband hatte für Samstagabend zu einer Protestkundgebung vor dem Lebacher Rathaus aufgerufen, an dem laut Polizei 500 Menschen teilnahmen. Mit Plakaten forderten sie einen sofortigen Abbaustopp.
Wie die DSK weiter mitteilte, war das Beben vom Kohleabbau im Flöz Schwalbach in rund 1300 Metern Tiefe verursacht worden. Es war die vierte Erschütterung seit Jahresbeginn in diesem Raum. Bei dem zuvor stärksten Beben im Saarland war eine Schwinggeschwindigkeit von 29 Millimetern pro Sekunde gemessen worden.
Weitere Nachrichten vom 20.02.2006
- VDEW erwartet weiter steigende Strompreise in Deutschland
- E.ON erwartet Konzentration auf Europas Energiemärkten
- Ermittlungen gegen EnBW-Chef Claassen noch nicht abgeschlossen
- Ölpreis zieht deutlich an
- EnBW stellt Zahlen vor - erstmals Milliardengewinn
- Solarworld baut Silizium-Aufbereitung aus - neues Geschäft in Asien
- EU meldet Bedenken gegen tele.ring-Kauf durch Telekom an
- Streit um Strom- und Gaspreise - Kartellamt plant weitere Schritte
- Bush will mehr Atomkraft in aller Welt
- Zeitung: Ermittlungen gegen Ex-EnBW-Chef Goll eingestellt
- Hunderttausende in Kapstadt und Johannesburg ohne Strom
- EU-Kommissarin warnt vor Ausnahme für Telekom bei Glasfaser-Netzen
- Bei Siemens gibt es keine heiligen Kühe mehr - Zukunft von Com offen
- T-Mobile-Chef rechnet mit fallenden Mobilfunkpreisen
- Rhiel will Genehmigungspflicht für Strompreise notfalls verlängern
- Vattenfall will eine Milliarde Euro in Sachsen investieren
- Sonnenenergie ausgebremst: Vergütung sinkt - Anlagen teurer
- China will mit eigener UMTS-Handynetztechnologie antreten

