Bis Ende 2007 keine betriebsbedingten Kündigungen bei der Steinkohle
dpa
Bochum (dpa) - Im deutschen Steinkohlenbergbau sind auch bis zum Ende des Jahres 2007 betriebsbedingte Kündigungen weiter ausgeschlossen. Darauf haben sich der Gesamtverband des deutschen Steinkohlenbergbaus und die Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IGBCE) am Donnerstagabend in einem neuen Tarifvertrag für die rund 39 000 Beschäftigten der Branche geeinigt.
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Neben einer Einmalzahlung von 400 Euro im Dezember 2005 sieht die rückwirkend vom 1. Mai an dieses Jahres gültige Vereinbarung ab dem 1. Januar 2007 Einkommenserhöhungen von 1,5 Prozent vor. Die bereits zuvor vereinbarte Kürzung des Weihnachtsgeldes auf 2000 Euro wird bis 2007 fortgeschrieben. Ein bis Ende des Jahres 2012 laufender Vertrag zu Arbeitszeit-Langzeitkonten gibt nun künftig auch den Beschäftigten im saarländischen Steinkohlenbergbau die Möglichkeit, auf Langzeitkonten Freizeit anzusparen und so früher auszuscheiden.
"Mit diesen massvollen Einkommenserhöhungen haben die Beschäftigten erneut einen bedeutenden Beitrag zur Bewältigung der schwierigen Lage im Steinkohlenbergbau geleistet", sagte IGBCE-Verhandlungsführer Werner Bischoff am Freitag. "Der Abschluss gibt keinen Anlass zum Jubel, aber angesichts der Probleme, die wir in den nächsten Jahren lösen müssen, haben wir das Mögliche herausgeholt", sagte Bischoff. Unter der Vorgabe, den Anpassungsprozess weiterhin sozialverträglich gestalten zu können, trage der Tarifabschluss den Erfordernissen Rechnung, hiess es beim Arbeitgeberverband Steinkohle.
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