Biogas-Branche fordert Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz (EGE)
Berlin - Gegen die Macht großer Netzbetreiber für Erdgas fordert die Biogas-Branche mehr Rechte für den Anschluss an das Gasnetz. Auch letzte Entscheidungen der Bundesnetzagentur sicherten noch keinen uneingeschränkten Netzzugang, erklärte der Fachverband Biogas am Dienstag in Berlin. Neben einer Abnahme- und Durchleitungspflicht sollte es deshalb auch eine Vergütung für die Biogashersteller geben, so der Referatsleiter Politik des Verbandes, Bastian Olzem.
Nötig sei deshalb ein Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz EGE ähnlich dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz EEG im Bereich Strom. Dort bekommen die Betreiber von Wind- und Solaranlagen zum Beispiel durch einen garantierten Verbraucherpreisaufschlag ebenfalls eine Einspeise- Vergütung und können sich dadurch am Markt im Vergleich zu Atom- und Kohlestrom besser behaupten.
Ziel der Branche sei es, jährlich 6 Milliarden Kubikmeter oder 60 Milliarden Kilowattstunden aufbereitetes Biogas (Biomethan) ins Erdgas-Netz einzuspeisen, sagte Olzem. "Das wären rund 6 Prozent des Erdgas-Verbrauchs in Deutschland." Es gebe zwar bei jüngsten Entscheidungen der Netzagentur Teilerfolge der Biogasbranche wie im jüngsten Verfahren gegen den E.ON-Gasnetzbetreiber E.ON Avacon AG. Andererseits fördere die Bonner Behörde mit einzelnen Beschlüssen wiederum "die starke Stellung der Gasnetzbetreiber und die monopolistischen Hürden bei der Biogaseinspeisung in bestehende Gasnetze", so der Verband.
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