Bietergefecht um Endesa: Die Bieter E.ON, Acciona und Enel
Der Baukonzern Acciona (Madrid) ging 1997 aus einer Fusion mehrerer Unternehmen hervor. Er ist bereits in der Energiewirtschaft tätig, vor allem in Bereichen alternativer Energieformen wie der Sonnen- und Windenergie. Hauptaktionärin des Konzerns ist mit 60 Prozent die Familie Entrecanales. In den vergangenen Jahren diversifizierte sich das Unternehmen in die Bereiche Umweltdienste und Flughafenhandling, vor allem aber drängte es in den Energiesektor. Die Windenergie erklärte Acciona zu einer der künftigen Hauptsäulen des Konzernwachstums. Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschaftete Acciona einen Gesamtumsatz von 6,3 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 1,4 Milliarden Euro.
Der ehemalige Staatskonzern Enel S.p.A. (Rom) ist der größte Energieversorger Italiens. Der Konzern entstand 1962 aus der Fusion mehrere kleinerer Gesellschaften. Nach der Teilprivatisierung 1999 ist Enel heute börsennotiert. Neben der Energieversorgung hatte sich der Konzern auch lange auf den Bereich Telekommunikation spezialisiert, gab die Anteile jedoch ab, um sich wieder ganz auf den Energie- und Gas-Sektor zu konzentrieren. Weltweit hat Enel im Bereich Elektrizität 32 Millionen Kunden, für den Stromriesen arbeiten mehr als 50 000 Menschen. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz des Konzerns auf 38,5 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis belief sich auf über acht Milliarden Euro.
E.ON ist mit einem Umsatz von 67 Milliarden Euro (2006) der größte deutsche Strom- und Gaskonzern. Auch in Europa nimmt das Düsseldorfer Unternehmen einen Spitzenplatz ein. Dank der gestiegenen Energiepreise erwirtschaftete der Konzern 2006 ein operatives Ergebnis von mehr als 8 Milliarden Euro. Seit 2003 steht der heute 58-jährige Wulf Bernotat an der Spitze des Unternehmens. Der frühere Shell-Manager und Jurist hat den Konzern nach der Übernahme von Ruhrgas weiter auf Erfolgskurs getrimmt. Der E.ON-Konzern, der im Jahr 2000 durch die Fusion von VEBA und VIAG entstanden war, trennte sich von Randgeschäften, zuletzt von seinen Immobilien (Viterra) und der Degussa-Beteiligung. Zugleich expandierte das Unternehmen, das heute weltweit 80 600 Menschen beschäftigt, im Ausland unter anderem in Osteuropa.
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