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BGS räumt zwei Tage später ein: Gestoppter Güterzug war Castor

dpa | 18.12.2004
Bild: Stromleitungen


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Tostedt (dpa/lni) - Atomkraftgegner haben einen Castortransport nach La Hague mit Ästen auf den Gleisen gestoppt. Der Bundesgrenzschutz teilte erst zwei Tage nach dem Vorfall auf Anfrage mit, dass in den Vorfall am Mittwoch nicht ein Güterzug, sondern ein Atommüll-Transport verwickelt war. Die Sicherheit der Behälter mit dem hoch radioaktiven Abfall sei nicht gefährdet gewesen, sagte ein Bundesgrenzschutz-Sprecher am Freitag. Der dickste Ast auf den Gleisen hatte nach Angaben des BGS einen Durchmesser von etwa acht Zentimetern. "Damit hätte man keinen Zug zum Entgleisen bringen können", sagte er.

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Der Zug war am Mittwoch im stillgelegten Kernkraftwerk Stade gestartet und mit insgesamt vier Castorbehältern auf dem Weg in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague gewesen. Auf freier Strecke fuhr der Transport gegen mehrere Äste und Reisigteile. Die Lokomotive des Zuges wurde dabei leicht beschädigt. Die Strecke war für eine Stunde voll gesperrt. Verletzt wurde niemand.

Ob es sich bei den vier Männern, die in der Nähe des Tatorts aufgegriffen worden waren, um Atomkraftgegner handelt, sei noch nicht geklärt. Einzelheiten zu den Verdächtigen wollte der BGS unter Hinweis auf das laufende Verfahren nicht mitteilen. Es werde in alle Richtungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr ermittelt, sagte der Sprecher am Freitag.



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