BGH macht Weg für Eingliederung von T-Online in die Telekom frei
Der Bonner Riese bietet 0,52 Telekom-Aktien pro einen T-Online- Anteil. Bei dem aktuellen Telekom-Aktienkurs von weniger als 13 Euro würden die T-Online-Aktionäre nur einen Bruchteil des Ausgabepreises von 27 Euro bekommen. Auf dem Höhepunkt der New-Economy-Euphorie im Jahr 2000 war die Aktie sogar bis auf 48 Euro gestiegen.
Offen sind nun noch Anfechtungsklagen einiger Anleger, die vor dem Landgericht Darmstadt verhandelt werden sollen. Allerdings können die Kläger nun nur noch auf Schadensersatz hoffen.
Die Telekom will mit der kompletten Integration des Internet- Anbieters in den Festnetzbereich T-Com stärker vom boomenden DSL- Geschäft profitieren und ihr schwächelndes Festnetzgeschäft stärken. "Nach der Verschmelzung wird das Geschäftsfeld Breitband/Festnetz endlich mit gebündelter Schlagkraft am Markt auftreten können", sagte Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke. Durch die Verzögerung sah Ricke das Wachstum im DSL-Geschäft geschmälert. Auch T-Online-Chef Rainer Beaujean begrüßte das Urteil.
T-Online ist der größte Internetanbieter Deutschlands mit Auslandstöchtern in Frankreich und Spanien. In der Vergangenheit hatten Internet- und Festnetz-Bereich der Telekom zum Teil miteinander konkurriert, obwohl sie zu einem Konzern gehörten.
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