Bewag: Deutlicher Gewinnrückgang vor Verschmelzung mit Vattenfall
dpa
Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Energieversorger Bewag hat vor
seiner Verschmelzung auf den neuen Stromkonzern Vattenfall Europe
einen deutlichen Gewinnrückrang verbucht. In den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2002/03 (30. Juni) lag das Ergebnis vor Steuern
mit 90 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert. Als Gründe
nannte die Bewag am Freitag vor der letzten Hauptversammlung
geringere Zuflüsse für eingespeisten Kraft-Wärme-Strom sowie weitere
Rückstellungen für Vorruhestandsregelungen. Das um außerordentliche
Faktoren bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
verringerte sich von 278 Millionen auf 247 Millionen Euro.
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Vorstandssprecher Hans-Jürgen Cramer appellierte an die Bewag-
Aktionäre, der Verschmelzung mit Vattenfall Europe zuzustimmen. Mit
den Partnern des neuen Stromverbundes HEW, Veag und Laubag werde eine
Unternehmensgröße erreicht, um sich auf den liberalisierten Märkten
dauerhaft behaupten zu können. «Damit lösen wir das Wachstumsproblem
der Bewag», sagte Cramer. Als Teil von Vattenfall Europe könne das
Unternehmen seine Kosten weiter senken und wirtschaftliche Stabilität
schaffen.
Mit der Eingliederung der vor fast 120 Jahren gegründeten Bewag in Vattenfall Europe ist die Bildung des drittgrößten deutschen Stromkonzerns abgeschlossen. Mit der Verschmelzung wird gleichzeitig das Ende der Bewag-Aktie nach mehr als 70 Jahren besiegelt. Eine Zustimmung der Aktionäre gilt als sicher, da der schwedische Vattenfall-Konzern über HEW bereits knapp 90 Prozent der Bewag- Anteile hält.
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