Betrug bei RWE-Aufspaltung? Bafin prüft

Düsseldorf/Essen - Ende vergangenen Jahres gab RWE bekannt, sich in zwei Teile aufspalten zu wollen. Die Ankündigung ließ die Aktienkurse steigen. Gab es vorher Insider-Handel? Die Finanzaufsicht Bafin prüft den Fall.

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Eine Sprecherin der Behörde sagte der "Rheinischen Post" (Donnerstag), man schaue sich Aktiengeschäfte rund um den damaligen Beschluss des Essener Konzerns genauer an: "Ich kann bestätigen, dass wir im Zusammenhang mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 1. Dezember 2015 den Handel in Wertpapieren der RWE AG routinemäßig und ergebnisoffen auf Insiderhandel analysieren."

Sofern sich dabei Auffälligkeiten zeigten, werde "eine förmliche Insideruntersuchung" eröffnet. Anlass für die Vorprüfung sei der stark gestiegene Kurs der RWE-Papiere nach der Veröffentlichung der Mitteilung.

Dividende wird größtenteils gestrichen

Das anhaltende Preistief im Stromgroßhandel wegen der boomenden Ökoenergien zwingt die Versorger zu radikalen Umbauten. Vor RWE hatte auch der Branchenführer Eon seine Aufspaltung in eine konventionelle und eine erneuerbare Gesellschaft angekündigt. Am Mittwoch hatte sich RWE-Chef Peter Terium scharfe Kritik von den kommunalen Aktionären in Nordrhein-Westfalen zugezogen, weil ein Großteil der Dividende angesichts von Verlusten im vergangenen Jahr gestrichen werden soll.

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