Bernotat verteidigt Strompreiserhöhung - gegen Zerschlagung
dpa, Verivox
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München (dpa) - Der Chef des Energieriesen E.ON, Wulf Bernotat, hat die angekündigten Strompreiserhöhungen erneut verteidigt. Die Preissteigerungen beruhten auf den gestiegenen Großhandelspreisen an der Leipziger Strombörse, sagte Bernotat am Donnerstagabend in München. In einem liberalisierten Markt müssten auch die Preismechanismen akzeptiert werden. "Man kann in einem liberalisierten Energiemarkt nicht schwimmen, ohne nass zu werden", sagte Bernotat. Mehr staatliche Regulierung führe nicht zu den gewünschten Zielen.
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Auch längerfristig müsse sich die Bevölkerung auf steigende Energiepreise einstellen, sagte der E.ON-Chef. "Energie wird nicht billiger werden, allein deshalb, weil es immer weniger Reserven gibt und die Nachfrage steigt." Auch der vereinbarte Atomausstieg dürfte die Preise tendenziell weiter in die Höhe treiben, erwartet Bernotat und sprach sich zugleich für "eine neue politische Bewertung" dieser Frage aus. Sollte es aber bei den bestehenden Verträgen bleiben, werde man diese nicht brechen. "Wenn die Vereinbarung so bleibt, dann bleibt sie so, dann werden wir aus der Kernkraft aussteigen müssen, mit allen Konsequenzen."
Die von der EU-Kommission favorisierte Trennung von Netzbetrieb und Erzeugung (Ownership Unbundling) lehnte Bernotat erneut ab. "Die Kommission hat die Aufgabe, für mehr Wettbewerb zu sorgen", sagte der E.ON-Chef, dafür sei das sogenannte Unbundling nicht das geeignete Instrument. "Im übrigen möchte ich selbst die Entscheidung treffen, ob ich die Netze behalte oder lieber veräußere." Eine Trennung von Netz und Energieerzeugung werde zudem nicht für niedrigere Strompreise für die Haushaltskunden sorgen, sagte Bernotat.
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