Belgische Konzerne erwägen Investition in eigenen Atomreaktor

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Bild: Stromleitungen



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Brüssel (AFP) - In Belgien erwägen Großkonzerne offenbar ungeachtet des geplanten Atomausstiegs die Investition in einen eigenen Kernreaktor, um ihre Energiekosten zu senken. Es sei nur logisch, wenn Energie-Großverbraucher über diese Lösung nachdächten, sagte der Präsident des belgischen Industrieverbandes Agoria, Thomas Leysen, am Mittwoch. Wenn die Industrie ausreichend Energie zum akzeptablen Preis wolle, müsse sie in eine neue Produktionsstätte investieren. Ohne Kernenergie sei das nicht möglich. Der belgische Energieminister Marc Verwilghen wollte die Äußerungen Leysens zunächst nicht kommentieren.

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Belgien hat für die Jahre 2015 bis 2025 den schrittweisen Atomausstig beschlossen. Allerdings bezweifeln Kritiker, ob der Energiebedarf des Landes dann ohne Kernenergie gedeckt werden kann. Atomkraft-Befürworter erwarten, dass eine Studie über die zukünftige Energieversorgung Belgiens, die Verwilghen demnächst vorstellen will, die Kernkraft-Debatte erneut entfachen wird. Der Atomausstieg in Belgien war 2003 auch auf Betreiben der Grünen in der damaligen Regierungskoalition beschlossen worden.

Bereits im Oktober hatten sieben belgische Großkonzerne sich angesichts steigender Energiekosten zur Gruppe "Blue Sky" zusammengeschlossen. "Blue Sky" soll mit den Energielieferanten Langzeitverträge aushandeln, um die Kosten zu dämmen.



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