Bayern und Sachsen fordern Stopp für höhere Biosprit-Quote
Der sächsische Umweltminister Roland Wöller (CDU) forderte, Biomasse effizient einzusetzen. "Es sollte mehr auf Biomasse-Anlagen gesetzt werden, die nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugen." Eine Chance bestehe darin, Autos künftig mit Strom statt mit flüssigem Kraftstoff zu betreiben. "Da auch Biomasse eine knappe Ressource ist, muss sie so effizient wie möglich eingesetzt werden", sagt Hans-Joachim Schellnhuber, der die Bundesregierung beim Klimagipfel von Bali beriet.
Nach Ansicht des Direktors des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung war die Förderung von Biodiesel und Bioethanol der ersten Generation "ein Irrweg". Die so ausgelöste Intensivierung der Landwirtschaft, der Flächenverbrauch und der Einsatz von Dünger und Pestiziden verschlechterten die CO2-Bilanz. "Biomasse muss man verstromen, am besten unter Nutzung der Abwärme", sagt Schellnhuber.
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