Bau der Ostseepipeline-Anbindungsleitung OPAL beginnt
Ferdinandshof - In Mecklenburg-Vorpommern haben die Arbeiten zum Bau der Anbindungsleitung OPAL für die geplante Ostseepipline begonnen. Die ersten Rohrsegmente für die neue Erdgastrasse würden gegenwärtig bei Ferdinandshof südlich von Ueckermünde verschweißt und in den vorbereiteten Rohrgraben verlegt, bestätigte Wingas-Sprecher Nicholas Neu am Montag in Kassel auf ddp-Anfrage. Insgesamt müssten allein für den 103 Kilometer langen Trassenabschnitt in Mecklenburg-Vorpommern rund 5700, jeweils 18 Meter lange Rohrsegmente mit einem Durchmesser von 1,40 Meter verlegt werden.
Inzwischen haben auch in Sachsen die Vorbereitungen zum Trassenbau begonnen. Bei Coswig seien Spezialkräfte mit der Verlegung der Gasleitung durch die Elbe beauftragt worden, sagte Neu. Dazu soll ein 180 Meter langer Rohrleitungsstrang in einen Graben auf dem Flussbett eingebracht werden. Für die Querung der unter Naturschutz stehenden Peeneniederung in Vorpommern habe man sich dagegen für eine Tunnellösung entschieden, sagte Neu. Dazu werde der Leitungsstrang bei Stolpe mit Hilfe einer Tunnelbohrmaschine etwa 20 Meter unter dem Flussgrund durch den Boden getrieben.
Die OPAL ist ein Gemeinschaftsprojekt von E.ON Ruhrgas und der zu Wintershall und Gazprom gehörenden Tochter Wingas. Sie soll ab 2011 jährlich bis zu 35 Milliarden sibirisches Erdgas aus der geplanten deutsch-russischen Ostseepipeline der Nord Stream AG aufnehmen. Sie führt vom Anlandepunkt in Lubmin über insgesamt 470 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen nach Tschechien. Für den Bau der rund eine Milliarde Euro kostenden Gastrasse werden Spezial- und Baufirmen mit insgesamt bis zu 600 Mitarbeitern eingesetzt.
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