BASF zur Energiewende: Weniger Förderung, mehr Stromspeicher
Hannover - Die Förderung von erneuerbaren Energien muss nach Meinung des Chemiekonzerns BASF bald ein Ende haben. Die Kosten seien im Vergleich zum Nutzen zu hoch. In Sachen Stromspeicher sieht der Konzern starken Handlungsbedarf.
Der Chemieriese BASF fordert den Ausstieg aus der Ökostrom-Finanzierung. "Wir müssen schrittweise aus der Subventionierung der erneuerbaren Energien aussteigen", sagte Vorstandsmitglied Harald Schwager in einem Interview mit der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Er begründete seinen Vorstoß unter anderem damit, dass allein der Solarstrom mit sechs Milliarden Euro im Jahr gefördert werde, aber nur vier Prozent zur Versorgung beitrage.
Mit der Energiewende geht Deutschland aus seiner Sicht in ein sehr unbeständiges System ohne ausreichende Speicherfähigkeit. Zudem würden allein die Kosten für den Bau und Betrieb ausreichender Speicher die Börsenstrompreise bis 2050 mindestens verdoppeln.
Der Chemiekonzern lehnt auch die derzeit diskutierte Einrichtung sogenannter Kapazitätsmärkte ab. Dabei sollen konventionelle Kraftwerke dafür entschädigt werden, dass sie wegen der Vorfahrt für Ökostrom seltener laufen. "Der Markt ist effizienter als jede Regulierung", sagte Schwager.
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