BASF verzichtet auf Bau von Erdgasleitung in Süddeutschland
Frankfurt/Main - Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF wird eine geplante 500 Kilometer lange Erdgasleitung durch Süddeutschland nicht bauen. Die Planungen für das rund 600 Millionen Euro teure Projekt seien eingestellt, sagte der Chef des Fernleitungsnetzbetreibers Wingas Transport, Ingo Neubert, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe). Wegen der staatlichen Preisregulierung sei ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich.
Ein weiterer Grund für den Bauverzicht sei die Entscheidung der Bundesnetzagentur auch Ferngasleitungen in die Regulierung einzubeziehen. Die BASF-Tochter Wintershall wollte die Leitung zusammen mit E.ON-Ruhrgas bauen.
Neubert kritisierte, dass die Rahmenbedingungen für den Betrieb und Ausbau von Fernleitungsnetzen in Deutschland immer unklarer würden. Seiner Ansicht nach ist eine nachhaltige und langfristige Wirtschaftlichkeit des konkurrierenden Leitungsbaus nicht mehr gewährleistet.
Das nun gekippte Bauvorhaben war dem Bericht zufolge seit 2001 geplant worden. In den Leitungen sollte Erdgas aus Russland von der österreichischen Grenze nach Hessen transportiert werden.
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