Balkanstaaten für Wiederinbetriebnahme bulgarischer Reaktorblöcke

dpa
Bild: Stromleitungen



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Sofia (dpa) - Energieminister aus mehreren Balkanstaaten haben sich für die Inbetriebnahme zweier abgeschalteter Reaktorblöcke im bulgarischen Atomkraftwerk Kosloduj an der Donau eingesetzt. Sie riefen die EU auf, Möglichkeiten zur Bewältigung der Engpässe bei der Stromversorgung der Region auch durch eine Verlängerung der Betriebsfristen der Ende 2006 abgeschalteten Reaktorblöcke zu erörtern. Eine entsprechende Erklärung wurde am Montag auf einer Energiekonferenz in Sofia verbreitet.

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Das Dokument wurde von Vertretern Albaniens, Kroatiens, Mazedoniens und Serbiens sowie des Kosovos unterstützt. Montenegro und Rumänien wollten sich noch anschließen. Die Abschaltung der beiden 440-Megawatt-Blöcke habe zu einer unzuverlässigen Stromversorgung und höheren Strompreisen sowie zum vermehrten Ausstoß von Treibhausgasen in der Region geführt, kritisierte der bulgarische Wirtschafts- und Energieminister Rumen Owtscharow.

Der Leiter der EU-Vertretung in Sofia, Michael Humphreys, lehnte dagegen eine Wiederinbetriebnahme der beiden aus Sicherheitsgründen abgeschalteten Reaktorblöcke sowjetischer Bauart ab. Deren Abschaltung sei Teil des EU-Beitrittsvertrags von Bulgarien, betonte er. Jede Änderung würde eine einstimmige Unterstützung und Ratifizierung durch alle EU-Staaten erfordern, erklärte Humphreys.



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