Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf IT-Branche gering
Hannover - Die Folgen der Wirtschaftskrise halten sich für Computer- und Telekommunikationsfirmen in Grenzen. In einer Umfrage sagten 55 Prozent der Firmen, die Krise habe bislang keine Auswirkungen auf ihr Geschäft, wie der Präsident des Branchenverbands Bitkom, August-Wilhelm Scheer, am Montag zur Eröffnung der Computermesse Cebit erklärte. Zugleich rechnen aber 59 Prozent mit schlechteren Geschäften in den kommenden Monaten, und 64 Prozent haben die Erwartungen bereits nach unten geschraubt. Trotzdem sind die befragten Firmen zuversichtlich: Jeweils knapp die Hälfte der befragten Unternehmen gingen davon aus, dass die Krise schon in diesem oder im kommenden Jahr überwunden sei.
"Die Cebit wird ein Signal setzen, dass innovative Technologien einen maßgeblichen Beitrag zur Bewältigung des Abschwungs leisten können", erklärte Scheer. So senkten Unternehmen ihre Kosten, indem sie ihre Arbeitsabläufe durch IT "verschlanken, standardisieren und beschleunigen". Außerdem helfe moderne Technik, Energie und damit Kosten zu sparen. Die Branche setzt zudem in der Krise auf Geld und Aufträge vom Staat: Ein Fünftel der IT-Nachfrage in Deutschland entfalle auf den öffentlichen Sektor. "Einen zusätzlichen Schub bringt das Konjunkturpaket der Bundesregierung", erklärte Scheer.
Für die Informationstechnologie erwartet Bitkom daher ein leichtes Wachstum, für die Telekommunikationsbranche hingegen ein Minus. Der Verband machte dafür unter anderem den Preiskampf der Telefon- und Internetanbieter verantwortlich. Ebenfalls ein Minus sieht Bitkom für die Unterhaltungselektronik, bei der ein "Innovationszyklus zu Ende" sei.
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