Australische Investmentbank greift nach deutschen Stromnetzen
München - Die australische Investmentbank Macquarie will nach einem Zeitungsbericht in weit größerem Stil in den deutschen Strommarkt einsteigen als bisher bekannt. "Wir könnten uns vorstellen, alle Netze zu kaufen", sagte Martin Stanley, Leiter des europäischen Infrastrukturfonds von Macquarie, der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Von den vier Netzbetreibern in Deutschland - E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW - hat bislang nur Vattenfall einen Verkauf eingeleitet.
Auch E.ON hat angekündigt, sich von seinem Netz zu trennen. In der Diskussion ist auch die Gründung einer Deutschen Netz AG, in der alle deutschen Fernnetze gebündelt werden könnten.
"Es wäre sinnvoll, ein integriertes Netz zu haben", sagte Stanley der Zeitung. Das lasse sich erreichen, indem man die Netze in einer Firma bündle oder aber die Netze koordiniere. "Wir würden gerne kooperieren, wenn wir die Möglichkeit bekämen, ein Netz zu kaufen", sagte Stanley. Man habe aber auch Interesse, in eine vereinte deutsche Netzwerkgesellschaft zu investieren. In Finanzkreisen heißt es, Macquarie habe für Vattenfall ein unverbindliches Gebot eingereicht. Auch ein Konsortium aus der Deutschen Bank, der Allianz und der US-Investmentbank Goldman Sachs soll zu den Bietern gehören.
Weitere Nachrichten vom 11.11.2008
- Supermarktkette EDEKA startet mit eigenem Mobilfunk-Tarif
- RWE profitiert von hohen Strompreisen
- Förderprogramm für schnelle Internetverbindungen auf dem Land
- BGH verbietet Beteiligung von E.ON an Stadtwerken
- Ökostrom auf Wachstumskurs
- Brandenburg räumt bei klimafreundlicher Energieversorgung ab
- YouTube nimmt TV-Serien und Filme von MGM ins Programm
- Vodafone kappt Umsatzprognose - Wirtschaftliches Umfeld belastet
- Niedersachsen fordert Endlagerkonzept
- Russland will beim Ölpreis mitreden
- Ölpreise gesunken

