Australien plant Daten-Super-Highway
Sydney - Australien bekommt ein superschnelles Breitbandnetz, das fast die ganze Nation auf den Daten-Super-Highway katapultieren soll. Geplant ist, 90 Prozent der Haushalte mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbits pro Sekunde anzuschließen, kündigte Premierminister Kevin Rudd am Dienstag an. Dafür versprach er überraschend Staatsgelder. Bauherr ist eine neue Firma mit mehrheitlichem Staatsanteil. Das Netz soll in acht Jahren fertig werden und rund 43 Milliarden australische Dollar (22,8 Mrd Euro) kosten. Die Regierung will ihren Anteil später veräußern. Das Projekt soll Anfang nächsten Jahres starten.
"Dies ist das ehrgeizigste, weitreichendste, langfristigste, die Nation vereinende Infrastrukturprojekt, das Australien je angefasst hat", sagte Rudd. Nach den Plänen sollen bis in jeden Haushalt Glasfaserkabel gelegt werden. "Eine Investition, die uns über die Technologien hinweg in das 21. Jahrhundert katapultiert", meinte der Chef der Wettbewerbs- und Verbraucherkommission, Graeme Samuel.
Rudd wollte am Dienstag eigentlich den Gewinner der Ausschreibung für ein bescheideneres Breitband-Projekt bekanntgeben. Keines der Angebote sei aber akzeptabel gewesen, sagte Rudd. Die Firmen hatten ein Netz mit Glasfaserkabel vorgeschlagen, wobei die letzten Meter in die Haushalte durch traditionelle Kupferkabel überbrückt werden sollten. Der größte australische Telekom-Anbieter Telstra Corp Ltd. hatte bereits im Dezember das Handtuch geworfen, weil die Regierung sein Angebot abgelehnt hatte.
Weitere Nachrichten vom 07.04.2009
- Umweltministerium bezweifelt Atomausstiegs-Studie
- Clinton ruft zum Schutz der Polarregionen auf
- Vodafone startet Pilotprojekt für schnelles Internet per Funk
- Erster Computer der Welt wird nachgebaut
- Christoph Vilanek neuer Vorstandschef bei Freenet
- Millionen Nutzer, kein Umsatz: Twitter sucht Geschäftsmodell
- Experten empfehlen WLAN-Passwörter mit 20 Zeichen
- Gazprom erhöht Anteil an Öl-Tochter GazpromNeft
- Regierung streitet noch über Energieeinspargesetz
- Guttenberg fordert Stromkonzerne zu Preissenkungen auf
- Schneller, sparsamer: Neue WLAN-Stifte funken im n-Standard
- EU verbannt stromfressende Netzteile aus dem Handel
- Deutsch-schwedische Firma plant größten Windkraftpark Europas
- Ölpreise nach Vortagesverlusten kaum verändert

