Ausblick 2009: Energieversorger trotzen der Krise noch
Frankfurt - Noch gehören die deutschen Energiekonzerne zu den wenigen optimistischen Unternehmen und halten an ihren Zielen für das kommende Jahr fest. Jedoch spüren auch E.ON
"Es ergibt sich ein gemischtes Bild: Für 2009 sieht es noch sehr gut aus auf Ergebnisseite", sagt Analyst Peter Wirtz von der WestLB, "die Frage ist aber, wie wird es 2010 und 2011?". Auch sei unsicher, ob es weiter steigende Dividenden gebe. Grund seien unter anderem zu erwartende Rückgänge bei der Energiepreisentwicklung. In diesem und im kommenden Jahr stiegen die Stromerlöse noch - fallende Großhandelspreise wirkten sich danach aber vermutlich negativ aus.
Das politische Umfeld dürfte sich weiter auf die Investitionsentscheidungen der Unternehmen auswirken. Entgegen der Bestrebungen der Stromkonzerne sehen die Klimabeschlüsse der EU eine komplette Ersteigerung der Kohlendioxid-Zertifikate für die Branche ab 2013 vor. Ausgenommen sind osteuropäische Kraftwerke, für die eine Übergangsphase bis 2020 gelten soll. Dafür sollen aber die deutschen Stromerzeuger bei der Erneuerung ihres Kraftwerkparks 15-prozentige Investitionszuschüsse erhalten.
Die Branche ist unzufrieden und spricht von Wettbewerbsverzerrungen. Wenn überhaupt würden die "geplanten Investitionen von der Energiewirtschaft nicht hierzulande, sondern bestenfalls noch in den osteuropäischen Ländern umgesetzt werden", sagt Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Auch Analyst Wirtz nimmt an: "Die Investitionszuschüsse werden die Ausgaben für die Emissionsrechte nicht kompensieren." Die Bedingungen für Kohlekraftwerke werden somit nach Branchenmeinung schlechter, und das trotz Investitionen in emissionsärmere Technologien.
Das Fusionskarussel wird sich im kommenden Jahr nach Einschätzung von Experten kaum drehen - die Finanzkrise lässt wenig Spielraum. Für E.ON gilt ohnehin, zunächst die in der jüngsten Vergangenheit hinzugekauften Auslandsbeteiligungen zu verdauen. Dazu gehört die mittlerweile konsolidierte Endesa-Beteiligung
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