Aus für Aluminiumhütte Stade endgültig - noch Hoffnung für Hamburg

dpa
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Stade/Hamburg (dpa) - Das Ende der Aluminiumhütte in Stade ist besiegelt. Der Aufsichtsrat der Hydro Aluminium Deutschland hat die Schliessung des Betriebs am Montag genehmigt. Das teilte der Mutterkonzern Norsk Hydro am Dienstag in Oslo mit. Danach soll das Werk sobald wie möglich, spätestens jedoch bis Ende kommenden Jahres stillgelegt werden. Grund für diesen Schritt sei der starke Anstieg der Strompreise, hiess es. Sie erlaubten keinen wirtschaftlichen Weiterbetrieb des Werks. Damit verlieren rund 420 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

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Für das ebenfalls von der Schliessung bedrohte Aluminiumwerk Hamburg gebe es dagegen noch eine Chance, sagte ein Hydro-Sprecher. In den kommenden zwei Wochen werde Hydro Gespräche mit dem Hamburger Senat, dem Stromkonzern Vattenfall und möglicherweise auch der Bundesregierung über eine "neue Stromlieferungsbasis" führen. Die jeweils mit einem Drittel der Anteile am Werk beteiligten Konzerne Hydro, Alcoa und Amag hätten zwar eine Teilschliessung bereits zum Ende des laufenden Jahres beschlossen. Das lasse sich jedoch noch rückgängig machen. "Wir haben hier eine Möglichkeit, die wir nicht ungeprüft lassen wollen", sagte der Sprecher. Betroffen von einer Schliessung wären rund 450 Beschäftigte.

Mit der Werksschliessung in Stade verlieren rund 420 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Die Entlassungen sollen nach den Angaben von Hydro jedoch sozialverträglich gestaltet werden. Für sie soll ein Sozialplan ausgehandelt werden. Ausserdem werde der Konzern Programme starten, die neue Arbeitsplätze in der Region schaffen sollen.

Für den Fall, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Weiterbetrieb "wesentlich" verbessern, sei auch eine Rücknahme der Schliessung möglich, erklärte der Präsident von Hydro-Aluminium, Jon-Harald Nilsen.

Stade ist nach Konzernangaben mit 71 000 Tonnen im Jahr das Werk mit der kleinsten Aluminium-Erzeugung in Deutschland. Es arbeite zudem mit einer "weniger effizienten, arbeitsintensiven Technologie". Damit sei Stade dem steilen Anstieg der Strompreise stärker ausgesetzt als andere Aluminiumhütten.



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