Auch Yahoo- und Gmail-Mails wurden offensichtlich geknackt
San Francisco - Die Angriffe auf Zugangsdaten zu persönlichen E-Mail-Konten ziehen größere Kreise. Nach Hotmail gaben am Dienstag auch die Mitbewerber Yahoo und Google bekannt, dass Passwörter von Privatkonten geknackt und im Internet veröffentlicht worden seien. Die betroffenen Nutzer müssten die Passwörter für ihre E-Mail-Konten ändern, um den unbefugten Zugriff zu verhindern, teilten die Unternehmen auf AFP-Anfrage mit.
Am Vortag hatte der zum Microsoft-Konzern gehörende Anbieter Hotmail mehr als 10.000 Konten sperren müssen, nachdem Hacker die Passwörter geknackt haben. Wie viele E-Mail-Konten bei Yahoo und bei Googles E-Mail-Sparte Gmail betroffen waren, war zunächst unklar. Ein Vertreter von Gmail sprach von einer "kleinen Zahl", bei Yahoo war von einer "begrenzten Anzahl" die Rede.
Hotmail, Yahoo und Gmail erklärten übereinstimmend, dass die Zugriffe auf die persönlichen Daten nicht durch Lücken in den Sicherheitsprogrammen, sondern durch so genanntes "Phishing" zustande gekommen seien. Dabei werden Nutzer etwa mit betrügerischen E-Mails zur Preisgabe geheimer Daten gebracht. Die Unternehmen riefen die Nutzer zu Vorsicht auf und rieten, regelmäßig die Passwörter für die E-Mail-Konten zu ändern.
Weitere Nachrichten vom 07.10.2009
- E-Plus gewinnt Rechtsstreit gegen Telekom vor dem BGH
- Minister ruft Verbraucher zu Stromanbieterwechsel auf
- Russland und Turkmenistan beenden ihren Erdgasstreit
- Im Browserstreit mit Microsoft deutet sich eine Lösung an
- Union und FDP sind sich bei der Atomenergie einig
- Umwelthilfe sieht ernste Risiken bei Atomkraftwerken
- Kuwait entscheidet sich vorerst gegen Öl-Produktionssteigerung
- Microsofts Handy-System Windows Mobile 6.5 nur Zwischenetappe
- BUND will Weiterbau slowakischer AKW verhindern
- Französische Konzerne planen Ausbeutung kasachischer Öl- und Gasvorkommen
- Gas als günstige Alternative zu erneuerbaren Energien?
- Google bietet gemeinsam mit Mobilfunker Verizon Apple Konkurrenz
- US-Ölpreis nähert sich erneut der 72-Dollar-Marke

