Atomunfall-Patient aus Klinik entlassen

dpa | 29.01.2010
Bild: Behälter für Giftstoffe

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Gronau/Jülich - Eine Woche nach dem Atom-Unfall in der Uranfabrik in Gronau/Westfalen ist der verstrahlte Arbeiter am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte die Sprecherin des Universitätsklinikums Düsseldorf, Susanne Dopheide, der Deutschen Presse-Agentur dpa mit. "Dem Mann geht es gut." Mittlerweile ermitteln Staatsanwälte nun auch gegen mögliche Verantwortliche in Schweden wegen des Unfalls in der Aufbereitungsanlage in Gronau.


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Die Ärzte wollen bei dem Arbeiter noch eine Woche lang den Urin auf Strahlung untersuchen. "Wir rechnen damit, dass die Werte niedriger ausfallen als ursprünglich angenommen", sagte die Sprecherin. Der Mann hatte einen als sauber deklarierten Behälter geöffnet, der aber Restmengen von Uranhexafluorid enthielt.

Die Staatsanwaltschaft Münster arbeitet auf Grundlage eines Berichts der Atomaufsicht und einer Strafanzeige von Atomkraftgegnern. "Wir ermitteln das gesamte Umfeld. In erster Linie aber gegen eine schwedische Firma", sagte Sprecher Wolfgang Schweer. Dort sei der Behälter trotz eines Rest-Inhalts von 1,6 Kilogramm Uran fälschlich als sauber und leer deklariert und nach Deutschland geschickt worden. Bei einem Drucktest am 21. Januar war der Arbeiter dadurch Strahlung ausgesetzt worden.



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