Atomkraftwerk Forsmark bleibt aus Sicherheitsgründen vom Netz
dpa
Stockholm (dpa) - Knapp zwei Monate nach dem Störfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark haben die Behörden eine neue Betriebsgenehmigung wegen Sicherheitsmängeln verweigert. Wie der zuständige Sprecher der Strahlenaufsicht SKI, Lennart Carlsson, am Donnerstag im Rundfunksender SR angab, muss der Betreiber des zum Vattenfall-Konzern gehörenden Kraftwerkes erst zusätzliche Auflagen erfüllen. Zwei der drei Forsmark-Reaktoren sowie zwei weitere Reaktoren in Schweden waren Ende Juli von SKI vom Netz genommen worden, nachdem es in Forsmark einen als ernst eingestuften Störfall gegeben habe.
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Unter anderem verlangt die Behörde vor einer Betriebsgenehmigung die Installierung voneinander unabhängiger Stromversorgungssysteme für Dieselaggregate zur Notkühlung der Reaktoren. Zwei von vier dieser Aggregate waren am 26. Juli nach einem Kurzschluss nicht wie vorgesehen nach einem Reaktorstopp automatisch angesprungen. Der Kraftwerksbetreiber habe die unabhängigen Stromkreise erst im nächsten Jahr installieren wollen, teilte SKI mit.
Forsmark müsse erst "eine ganze Reihe Sicherheitsauflagen" erfüllen, ehe es eine neue Betriebsgenehmigung geben könne. SKI- Chefin Judith Melin sagte: "Es ist ja eine ernste Sache, dass man das eigene Sicherheitssystem anwenden musste und ein Teil der Stromversorgung für dieses Systems nicht funktioniert hat."
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