Atomkraftgegner sehen Gefahr bei Reaktortransport
dpa, Verivox
Lindow (dpa) - Gut eine Woche vor dem geplanten Bahntransport eines Druckbehälters aus dem früheren Kernkraftwerk Rheinsberg ins Zwischenlager Lubmin haben Atomkraftgegner erhebliche Sicherheitsbedenken geäußert. Drei Brücken in Lindow (Ostprignitz- Ruppin), über die der Zug fahren soll, seien zu marode für den schweren Transport, sagte Bernd Ebeling von der Bürgerinitiative "Uelzen gegen Atomanlagen" am Sonntag in Lindow.
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Eine Bahnsprecherin sagte in Berlin, die Brücken würden für den Transport des verstrahlten Behälters mit zusätzlichen Pfeilern abgestützt. Das Gewicht des Spezialwaggons werde zudem über mehrere Achsen verlagert.
Der 130 Tonnen schwere Behälter soll im Zwischenlager Nord in Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) 50 Jahre lagern, bevor er zerlegt werden kann. Als Schutz vor austretender radioaktiver Strahlung ist der Reaktor von einem 15 Zentimeter starken Stahlmantel umgeben. Umweltverbände haben Proteste gegen den Transport am 30. Oktober angekündigt.
Der einstige Reaktor Rheinsberg wird seit 1995 demontiert; er war 1966 als erstes Kernkraftwerk der DDR ans Netz gegangen. In dem Druckgefäß ging die eigentliche Kernreaktion vonstatten.
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