Atomkonzern Areva sagt nach Pannen Umwelt-Investitionen zu
AFP
Lapalud (AFP) - Nach mehreren Pannen in der südfranzösischen Atomanlage Tricastin will der Atomkonzern Areva mehr Geld für den Umweltschutz zur Verfügung stellen. Das Unternehmen werde 20 Millionen Euro für eine bessere Überwachung der Umgebung der Anlage bereitstellen, kündigte Areva-Sprecher Emmanuel Saulnier am Mittwoch im nahegelegenen Lapalud vor Journalisten an. Es gehe dem Konzern vor allem darum, "Vertrauen wiederzugewinnen". Es gebe eine "emotionale Dimension, die wir sicherlich unterschätzt haben".
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Saulnier verwies darauf, dass eine Panne in Tricastin auf der acht Stufen zählenden internationalen Störfallskala mit eins bewertet wurde, der zweitniedrigsten Stufe. In Frankreich habe es im vergangenen Jahr 86 solcher Zwischenfälle gegeben. Dies sei jedoch kein Grund, die Entwicklung der Atomkraft in Frage zu stellen.
In Tricastin waren Anfang Juli in einem Betrieb zur Reinigung radioaktiv verstrahlter Materialien sechs Kubikmeter uranhaltige Flüssigkeit in die Umwelt gelangt. Anfang August trat bei der Entsorgung von radioaktivem Müll das radioaktive Isotop Kohlenstoff-14 aus. Diese Vorfälle riefen bei der Bevölkerung Unruhe vor. Sorgen machen sich auch die Winzer der Region, die um den Ruf ihrer Produkte fürchten. Einige verzichten mittlerweile darauf, ihren Wein unter der Herkunftsbezeichnung Tricastin zu vermarkten.
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