Atomenergie wichtigste Stromquelle, Braun- und Steinkohle auf Platz 2 und 3

dpa
Bild: Stromleitungen



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Berlin (dpa) - In Deutschland hat Atomenergie weiterhin den grössten Anteil an der Stromerzeugung. Im vergangenen Jahr kamen 28 Prozent des produzierten Stroms von insgesamt 560 Milliarden Kilowattstunden aus der Atomkraft, wie der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am Dienstag in Berlin mitteilte. Es folgten Braunkohle mit 26 Prozent und Steinkohle mit 24 Prozent. Der Präsident des Stromverbandes, Werner Brinker, kritisierte zugleich die Pläne der rot-grünen Bundesregierung für eine stärkere Regulierung des Energiemarktes.

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Im Vergleich zum Jahr 1993 blieb die Rangfolge der Energieträger unverändert. Auch damals waren Atomenergie (29 Prozent) sowie Braun- und Steinkohle (je 28 Prozent) mit Abstand die wichtigsten Quellen für die Stromversorgung. Allerdings erhöhte sich seither der Erdgas- Anteil von sechs auf zehn Prozent. Der Anteil der erneuerbaren Energien verdoppelte sich auf acht Prozent.

Die Auslastung der deutschen Kraftwerke lag im vergangenen Jahr bei 88 Prozent. "Die Stromwirtschaft hat im letzten Winter das verhaltene Wirtschaftswachstum sowie die milde Witterung gespürt", sagte Brinker. Zugleich versicherte er, dass die Versorger für eine höhere Nachfrage gerüstet seien. Die Spitzenlast wurde mit rund 76 000 Megawatt erreicht, 3000 Megawatt weniger als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2004 blieb die Stromerzeugung mit 236 Milliarden Kilowattstunden stabil.

Kritik übte der Stromverband erneut am rot-grünen Gesetzentwurf für ein neues Energiewirtschaftsgesetz. Die geplante Zwei-Jahres- Frist bis zum Start der so genannten Anreizregulierung sei "sehr knapp bemessen", sagte Brinker. Zugleich warnte er vor einer "Überregulierung", deren Kosten letztlich die Verbraucher zu tragen hätten. Das neue Gesetz soll für mehr Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt sorgen.

Das Bundeskabinett hatte vergangene Woche beschlossen, dass zunächst jede Erhöhung der Netzentgelte vorab genehmigt werden muss. In spätestens zwei Jahren soll es dann eine Anreizregulierung geben. Dabei sollen nicht nur die reinen Kosten, sondern auch das Preisniveau des effizientesten Mitbewerbers als Orientierung dienen.



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