AT&T erleidet Milliardenverlust durch geplatzten T-Mobile-Kauf
New York - Der amerikanische Telekomkonzern AT&T hat durch den geplatzten Kauf des Mobilfunkanbieters T-Mobile USA einen fetten Verlust eingefahren. So betrug das Minus im vierten Quartal 6,7 Milliarden Dollar (5,1 Mrd Euro). Darüber hinaus kamen noch Verluste im firmeneigenen Pensionsfonds und Abschreibungen erschwerend hinzu. 2010 hatte AT&T noch mehr als 1 Milliarde Dollar verdient.
Die Übernahme der Telekom-Tochter T-Mobile USA war im Dezember nach langem Hin und Her gescheitert. AT&T wollte sich den Kauf eigentlich 39 Milliarden Dollar kosten lassen, scheiterte jedoch am Widerstand der Wettbewerbshüter. Von vier landesweiten Mobilfunkanbietern wären nach dem Kauf nur noch drei übrig geblieben und AT&T wäre zur Nummer eins aufgestiegen.
Am Ende blickte der Konzern in die Röhre und musste der Deutschen Telekom auch noch 3 Milliarden Dollar in bar als Ausgleich für das geplatzte Geschäft zahlen. Zudem darf die Telekom das Netz des größeren Rivalen mitnutzen (das sogenannte Roaming) und bekommt überdies begehrte Funkfrequenzen. AT&T bezifferte den Gesamtwert des Ausgleichspakets auf 4 Milliarden Dollar.
Überdies musste der Konzern den Pensionsfonds mit 1 Milliarde Dollar stärken. Damit sind dort aber erst einmal alle Löcher gestopft und im laufenden Jahr sollen keine weiteren Zahlungen dazu kommen. Der Umsatz stieg im vierten Quartal um vier Prozent auf 14,3 Milliarden Dollar. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit einem Erlösplus von rund zwei Prozent. Der Gewinn je Aktie solle mindestens im mittleren einstelligen Bereich zulegen, hieß es. Dazu soll auch der Rückkauf von bis zu 300 Millionen eigenen Aktien beitragen.
Während die Börsianer mit den Kosten der gescheiterten Übernahme gerechnet hatten, tauchten die anderen Belastungen überraschend auf. Die Aktie fiel um mehr als 2 Prozent. Beim Umsatz und Gewinn vor Sonderposten lag der größte US-Telekomkonzern dagegen im Rahmen der Erwartungen.
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