Arcor verspricht besseren Service - Zukäufe denkbar

dpa
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Hannover (dpa) - Der Festnetzanbieter Arcor will seinen Service über eine engere Kooperation mit dem Mutterkonzern Vodafone deutlich verbessern. "Wir wollen die Qualität der Kundenbetreuung erhöhen und holen dazu Callcenter-Mitarbeiter wieder ins Unternehmen", sagte Vorstandschef Harald Stöber am Donnerstag auf der Computermesse CeBIT in Hannover der dpa-AFX. Dabei handelt es sich um rund 200 Mitarbeiter, die bei Vodafone D2 und bei Arcor in den Callcentern arbeiten sollen.

Die Servicequalität von Arcor hatte unter dem massiven Kundenzuwachs gelitten. Statt 5000 neuen Kunden im Monat habe Arcor nun 5000 Neukunden am Tag, sagte Stöber. Der nach der Telekom zweitgrößte Festnetzanbieter Deutschlands plant auch in anderen Bereichen eine engere Zusammenarbeit mit Vodafone D2. "Vertrieb und Markenauftritt bleiben aber getrennt", sagte Stöber. Das DSL-Geschäft von Arcor wachse derzeit deutlich schneller als der Handy-Bereich der Muttergesellschaft.

Die in Eschborn angesiedelte Gesellschaft erhöhte im vergangenen Jahr ihren Kundenbestand um 800 000 Verträge auf 2 Millionen. "Ich gehe davon aus, dass wird dieses Jahr ähnlich stark wachsen wie im letzten", sagte Stöber. Das Unternehmen baut sein Netz deutlich aus und will in wenigen Wochen auf eine Abdeckung von 60 Prozent der Bevölkerung kommen. "Damit können wir viel mehr Menschen ansprechen und auch schneller wachsen."

Vodafone hatte Arcor bis zum Strategiewechsel auf dem Verkaufszettel, zählt das Unternehmen nun aber zum Kerngeschäft. Stöber sieht nun die Möglichkeit, auch über Akquisitionen zu wachsen. "Dadurch das wir Kerngeschäft geworden sind, hat es sicherlich ein Umdenken gegeben." Bei möglichen Zukäufen zielt er auf größere Unternehmen. "Ein Citycarrier mit 100 000 Kunden bringt uns nicht weiter." Interesse signalisierte er an dem Wettbewerber Versatel, sollte dieser zum Verkauf stehen. Allerdings sei der spekulierte Preis sehr hoch. Der Finanzinvestor Apax will laut Angaben aus Finanzkreisen Versatel an die Börse bringen und bewertet die Gesellschaft dabei mit rund zwei Milliarden Euro.



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