Apple Computer mit Musik-Player iPod auf Gewinn-Höhenflug
Der Gewinn pro Aktie legte auf 16 (fünf) Cent zu. Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren fiel ein Gewinn von 17 Cent je Aktie an. Damit erfüllte Apple die Erwartungen der Wall Street. Der Umsatz erhöhte sich in dem am 26. Juni beendeten Quartal gegenüber dem entsprechenden Vorjahresabschnitt um 30 Prozent auf zwei Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro).
Auch in Deutschland liefen die Geschäfte ausgezeichnet. "Wir hatten ein exorbitant gutes Quartal", sagte Deutschland-Chef Frank Steinhoff am Donnerstag der dpa in München. Wenn der neue Mini- iPod Ende Juli eingeführt werde, sei ein weiterer Schub zu erwarten. Auch das Geschäft mit Computern laufe in Deutschland weiterhin sehr gut. Lediglich in der Verlags- und Agenturbranche spüre der Konzern weiterhin die Zurückhaltung der Kunden.
Apple erhöhte in der Berichtszeit den Verkauf seiner Macintosh- Rechner gegenüber dem dritten Quartal 2003 um 14 Prozent auf 876 000 Stück. In Nord- und Südamerika erhöhte Apple den Umsatz auf eine Milliarde Dollar gegenüber 831 Millionen Dollar im dritten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres. In Europa legte Apple um 37 Prozent auf 408 Millionen Dollar zu. Das Auslandsgeschäft steuerte im dritten Quartal insgesamt 39 Prozent zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei.
Nach Einschätzung von Deutschland-Chef Steinhoff ist derzeit kein Ende des Booms der MP3-Player in Sicht. "Das ist eine Entwicklung wie beim PC vor zehn Jahren." In Deutschland sei die Situation besonders positiv, weil breitbandige Internetanschlüsse bereits weit verbreitet sind, mit denen sich die Songs schnell aus dem Internet herunterladen lassen.
In Verhandlungen mit den Musikkonzernen baut der Konzern derzeit das Angebot an Musik-Stücken für seinen iTunes Musicstore aus. "Wir sind jede Woche zufriedener mit dem Repertoire", sagte Steinhoff. Für den neuen iPod mini gebe es in Europa bereits "unfassbar viele Vorbestellungen". Er sei aber optimistisch, dass die Nachfrage befriedigt werden könne. In den USA hatte es zeitweise Lieferengpässe gegeben.
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