AOL wird europaweit reorganisiert - Arbeitsplatzabbau möglich

dpa
Bild: Adresszeile eines Internetbrowsers



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Hamburg/München (dpa) - Der Portalbetreiber AOL wird im Rahmen einer europaweiten Reorganisation möglicherweise etliche seiner Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. "Im Kontext mit unserer Expansion auf verschiedene Märkte in Europa überprüfen wir derzeit, wie wir Kräfte bündeln können", sagte AOL-Sprecher Jens Nordlohne am Mittwoch. Er widersprach jedoch einer Meldung des Fachmagazins "Werben & Verkaufen" (W&V), das unter Berufung auf "unternehmensnahe Kreise" von einer "dramatischen Schieflage" von AOL berichtet hatte. Laut W&V sollen von den 170 Mitarbeitern in der Deutschland-Zentrale "anscheinend nur 70 übrig" bleiben.

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Nordlohne bestätigte, dass die Belegschaft in Hamburg auf einer Mitarbeiterversammlung über die geplante Reorganisation informiert worden sei. "Die Geschäftsführung befindet sich nun in der ersten Gesprächsrunde mit dem Betriebsrat. Daher kann es noch gar keine konkreten Zahlen über einen möglichen Arbeitsplatzabbau geben", sagte Nordlohne.

AOL wandelt sich derzeit weltweit von einem Internet-Provider hin zu einem Portalanbieter, der seine Umsätze vor allem im Online- Werbemarkt erzielt. Im Herbst 2006 hatte die Hansenet-Mutter Telecom Italia das Zugangsgeschäft von AOL Deutschland für 665 Millionen Euro gekauft.



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