Anrufe auf Handys sollen günstiger werden
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Brüssel - Anrufe auf Handys sollen auf Wunsch der Europäischen Kommission für Verbraucher und Unternehmen deutlich günstiger werden. Wie Telekommunikationskommissarin Viviane Reding am Donnerstag in Brüssel sagte, sollen dafür die Gebühren, die der Telefonanbieter des Anrufenden an den Anbieter des Angerufenen zahlt, sinken. Diese Gebühren machen einen großen Teil der Entgelte für eine Gesprächsminute aus, die der Verbraucher für seinen Anruf zahlt.
Die sogenannten Terminierungsentgelte liegen nach Angaben der Kommission in Europa zwischen zwei und 15 Cent pro Minute, in Deutschland um die sieben Cent. Die Gebühren liegen damit teils um das Zehnfache über den entsprechenden Festnetzentgelten. Die Brüsseler Behörde fordert nun, die Entgelte auf ein Niveau zu drücken, das die tatsächlichen Kosten widerspiegle. Diese liegen demnach bei etwa 1,5 bis drei Cent pro Minute.
Laut Reding könnten Verbraucher und Firmen dadurch in den kommenden drei Jahren mindestens zwei Milliarden Euro sparen, weil die Entgelte "in jedermanns Telefonrechnung enthalten sind". Zum anderen begünstigten niedrigere Gebühren die Konkurrenz, weil insbesondere kleine Unternehmen unter den hohen Ausgaben litten.
Die Pläne der EU-Kommission haben den Charakter von Empfehlungen, die die nationalen Aufsichtsbehörden - in Deutschland die Bundesnetzagentur - bei der Regulierung der Netzentgelte "weitestgehend berücksichtigen müssen". Deutschland hatte sich einer Festlegung der Terminierungsentgelte durch Brüssel bislang widersetzt.
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