Anpumpen über die Datenleitung - Kredite aus dem Web 2.0
Wer einen Kredit sucht, stellt sich online vor, nennt gewünschte Kreditsumme, Laufzeit und Zinssatz. Wer Geld anlegen möchte, schaut sich die Angebote an und wählt aus, an wen er zu welchen Konditionen Geld vergibt. Auf diesem freien Markt sollen niedrigere Zinsen möglich sein als bei der Bank, werben die Betreiber - denn Kosten für Verwaltung und Vermittlung, die Banken in den Zinssatz einfließen lassen, fallen nicht an. Geldgeber wiederum können einen Verleih davon abhängig machen, ob sie das Vorhaben des Kreditnehmers für sinnvoll und förderungswürdig halten.
"Wofür will der das Geld? Und welche Sicherheiten gibt es?" - diese Fragen gibt Peter Lischke Kreditanbietern auf den Weg. Der Experte sieht bei den Portalen vor allem für die Anbieterseite Schwierigkeiten: "Klar, der Kreditnehmer ist verpflichtet, das Geld zurückzuzahlen - aber geschieht das auch?" Das sei für Anbieter meist unklar und online schwer zu prüfen. Kreditnehmer dagegen müssen wissen, dass bisweilen Gebühren anfallen - kritisiert wird von Verbraucherschützern in manchen Fällen auch eine mangelnde Transparenz der Angebote.
"eLolly" mit Sitz in Brunnen (Schweiz) zum Beispiel hat seine Seite im September ausgeweitet und wirbt mit mehr Sicherheit für den Verbraucher. Neben Konsumentenkrediten gibt es jetzt auch Immobilienangebote und Start-up-Finanzierung. Stefanie Laag von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ist skeptisch: "Das Angebot hat sich den Anschein von mehr Transparenz gegeben. Aber es ist weiter so, dass man sich registrieren muss, bevor man tiefer gehende Informationen über die Angebote bekommt."
Die Gebühr für die Registrierung sei sogar noch erhöht worden. Fällig werden jetzt 19,50 Euro - vorher waren es 9,50 Euro -, um ein Angebot einzustellen. Das gilt sowohl für Kreditgeber als auch für Kreditnehmer - unabhängig davon, ob es tatsächlich zu einem Kreditvertrag kommt. Eine einmalige Registrierungsgebühr in Höhe von 9,50 Euro - allerdings nur für Kreditnehmer - ist bei "auxmoney.com" aus Hilden bei Düsseldorf fällig. Weitere Kosten fallen an, wenn die Kunden "Zertifizierungen" anfordern: Damit können Kreditnehmer ihre Zahlungsfähigkeit durch die Portalbetreiber prüfen lassen und so ihre Chancen auf einen Kredit erhöhen.
Auf der Website werben die Betreiber damit, dass Verbraucher auch ohne Schufa-Auskunft einen Kredit bekommen können. Stefanie Laag allerdings warnt grundsätzlich davor, überhaupt einen Kredit aufzunehmen, wenn man von Banken wegen fehlender Kreditwürdigkeit eine Absage bekommen hat. Bei "smava.de" aus Berlin verfolgen die Betreiber ein anderes Konzept: Hier ist eine Bank zwischengeschaltet. Und der Nutzer zahlt erst dann eine Provision, wenn es tatsächlich zu einem Kreditvertrag kommt, erläutert Alexander Artopé, einer der Gründer. Dabei werde auch die Kreditwürdigkeit geprüft, indem die Kreditsuchenden in Risikoklassen eingeteilt werden - je nach ihrer Bewertung bei der Schufa.
Innerhalb dieser Risikogruppe findet dann eine Ausgleichszahlung statt, wenn ein Mitglied seinen Zahlun
Weitere Nachrichten vom 18.10.2007
- France Télécom muss Milliarden-Hilfe zurückzahlen
- Merkel hält Prüfung der geplanten Strompreiserhöhungen für nötig
- Solarbranche: Bundesbauminister unterläuft Wärmegesetz
- Weiterer Fehler in Atomkraftwerk Krümmel entdeckt
- Glos: EU setzt auf Energie aus Kaspischem Meer und Nabucco-Pipeline
- Schweizer Solarunternehmen plant Millioneninvestition in Sachsen
- Einwendungen gegen Erdgasleitung möglich
- Kohlekraftwerk-Gegner in Hamburg übergeben Petition an Bürgerschaft
- Gewerkschaften wollen acht Prozent mehr Lohn von RWE fordern
- Bochumer Studenten mit eigenem Solarmobil in Australien am Start
- US-Ölpreis nach Rekordjagd in der Nähe ihrer Höchststände
- Strom in Sachsen-Anhalt vor allem aus Braunkohle und Erdgas
- Bayrische Landwirte testen neuen Biogasanlagentyp
- Bundesfinanzminister will höhere Biosprit-Steuer
- Nokia steigert Weltmarktanteil bei Handys auf 39 Prozent
- Solarmodul-Produzent schließt Vertrag mit Solarzellen-Hersteller in China
- DSL-Umzug verzögert sich: Frist von zehn Tagen setzen
- Voice over IP stärkstes Wachtumssegment im TK-Markt
- Teure Nachtspeicher: Verbraucherschützer warnen vor Stromheizung
- Energiesparen ist das Top-Thema bei Hausbesitzern
- eBay durch Skype-Milliardenabschreibung mit hohem Verlust
- Klaus Töpfer fordert Umdenken im Umgang mit Energie
- US-Ölpreis steigt auf neues Rekordhoch
- Apple will fremde Programme auf dem iPhone zulassen
- Streit um Gaspreiserhöhung - Niederlage für Bremer Versorger

