Anbieter erneuerbarer Energien wollen an Netz-AG beteiligt werden
AFP | 16.06.2008
München (AFP) - In der Debatte um die Gründung einer deutschen Stromnetz-Gesellschaft melden die Anbieter erneuerbare Energien Ansprüche auf eine Beteiligung an. "Es wäre zu überlegen, ob man uns nicht an der Netz-AG beteiligt", sagte der Chef des Solarkonzerns Solarworld, Frank Asbeck, der Onlineausgabe von "Focus Money". Angesichts des nicht unwesentlichen Anteils, den Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse bereits zur deutschen Stromerzeugung beitragen, müsse das deutsche Stromnetz "stärker auf den Einsatz dezentraler erneuerbarer Energien ausgerichtet werden", hob Asbeck hervor. "Deswegen wäre es angemessen, wenn unsere Branche einen entsprechenden Anteil am Netz übernimmt", sagte er.
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Der Energieversorger E.ON hatte sich kürzlich bereit erklärt, einen Teil seiner Übertragungsnetze abzugeben. Das Unternehmen hofft dadurch auf die Einstellung zweier Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission. Das Netz in den Händen der vier großen Stromkonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW wird für den mangelnden Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt mitverantwortlich gemacht. Verbraucherschützer hatten gefordert, das gesamte Netz in die Hand einer staatlichen Gesellschaft zu übertragen, um so gleiche Zugangsvoraussetzungen für alle Versorger zu erreichen. Asbeck schlug nun vor, einen Fonds für das Netz aufzulegen, an dem sich Hersteller und Betreiber erneuerbarer Energien beteiligen könnten. Es gebe Banken, die dieses Konzept stützen.
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