Analysten: Mehr OPEC-Öl hilft nach Wirbelsturm-Katastrophe nicht
dpa | 01.09.2005
Wien (dpa) - Eine höhere Ölförderung der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wird nach Meinung von Experten kaum zur Beruhigung der Ölmärkte beitragen. "Mangel an Rohöl ist nicht das Problem", sagte Ehsan ul-Haq vom internationalen Energie-Berater PVM am Donnerstag der dpa in Wien. Die OPEC hatte angeboten, die Rohöl- Förderung angesichts der Wirbelsturm-Katastrophe im Golf von Mexiko vom 1. Oktober an um 500 000 Barrel täglich anzuheben.
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Die Lagerbestände in den USA seien mit rund 321 Millionen Barrel (je 159 Liter) ungewöhnlich hoch, sagte ul-Haq. Zudem könnten die US- Raffinerien wegen der Zerstörung oder Beschädigung durch Hurrikan "Katrina" vermutlich um bis zu eine Million Barrel täglich weniger verarbeiten als bisher. "Erst wenn sich herausstellt, dass die Schäden im Bereich der Ölförderung im Golf von längerer Dauer sind, könnte die Anhebung der OPEC-Produktion etwas bewirken."
Alle US-Raffinerien zusammen verarbeiten laut PVM zurzeit täglich rund 16 Millionen Barrel. Mindestens acht Raffinerien sind nach dem verheerenden Wirbelsturm ausser Betrieb. Bis zu 20 Bohrtürme wurden möglicherweise versenkt.
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