AKW-Sicherheitchecks - das Aus für ältere Kraftwerke?
- 1 | Kommission entwirft Anforderungskatalog
- 2 | Die Kriterien für die AKW-Überprüfung
- Stadtwerke: Bei Atomausstieg Milliardeninvestitionen
- Merkel sucht parteiübergreifenden Atom-Kompromiss
- EU-Kommission: politischer Einfluss bei Akw-Stresstests möglich
- Netzagentur: Stromausfälle wegen AKW-Abschaltungen verhindern
- Bedeuten höhere Sicherheitsnormen Aus für alle Akw?
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Berlin - Für die deutschen Atomkraftwerke sind umfangreiche Sicherheitsprüfungen geplant. Diese könnten letztendlich zu einer dauerhaften Abschaltung der sieben ältesten Meiler führen. Getestet werden solle auch, wie sich ein etwa von Terroristen herbeigeführter Flugzeugabsturz auswirke. Geschwindigkeit, Aufprallwinkel und Folgen eines Kerosinbrandes würden berücksichtigt. Dies sagte Rudolf Wieland, der Vorsitzende der Reaktorsicherheitskommission, am Donnerstag in Berlin.
Die ältesten Anlagen haben nach Expertenansicht keine ausreichend dicken Hüllen. Eine Nachrüstung würde sich kaum lohnen. Deshalb könnten die derzeit nur für die Zeit des Moratoriums der Regierung abgeschalteten AKW für immer stillgelegt werden. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) lehnte allerdings eine Vorfestlegung ab. "Am Ende ist die Politik gefragt", sagte er. Sie müsse auf Basis der Expertise sowie der Haltung in der Gesellschaft entscheiden.
Die Kommission habe einen Anforderungskatalog für die AKW verabschiedet, sagte Wieland. Dabei würden auch "terroristische Einwirkungen" berücksichtigt, ebenso naturbedingte Ereignisse, höhere Wasserstände, ein Staudammbruch, Erdbeben, Trockenheit, niedrigere und höhere Temperaturen. Ferner werde geprüft, ob bei einem längeren Ausfall der Stromversorgung die Meiler gekühlt werden könnten. Sieben Expertenteams der Gesellschaft für Reaktorsicherheit würden die einzelnen Bereiche bei den Anlagen prüfen.
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