ADAC: Mineralölkonzerne Schuld an hohen Benzinpreisen zu Ostern
Am Freitag hatte der "Energie Informationsdienst" (EID/Hamburg) gemeldet, dass der Benzinpreis auf ein neues Jahreshoch gestiegen war. Der Liter Super kostete demnach im Durchschnitt 1,32 Euro. Für Normalbenzin mussten Autofahrer 1,30 Euro und für Diesel 1,135 Euro bezahlen.
Ursachen für den Anstieg seien der hohe Rohölpreis und eine starke Benzinnachfrage in den USA. Die USA importierten gerade zu Frühjahrsbeginn besonders viel Benzin. Die Ölpreise bewegten sich zuletzt vor dem Hintergrund politischer Spannungen mit Iran und Unruhen im wichtigsten afrikanischen Ölförderland Nigeria auf dem hohen Niveau von 67 Dollar je Barrel (159 Liter).
Den Tankstellenbetreibern machten die steigenden Preisen am Benzinmarkt zu schaffen, berichtete der "Tagesspiegel am Sonntag". Seit dem 23. März habe sich der Preis pro Tonne am Benzinmarkt in Rotterdam von knapp 600 auf 667 Dollar erhöht. Die internationalen Ölpreise seien seit dem frühen März nach oben gegangen, erklärte der Sprecher von Shell Deutschland, Rainer Winzenried, in der Zeitung. Der Mineralölwirtschaft sei es nicht gelungen, die höheren Preise im deutschen Markt durchzusetzen. Die geringen Margen schmerzten die gesamte Branche - große Anbieter wie auch die Freien Tankstellen.
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