Acer und Nortel sollen Siemens-Krisensparten helfen
dpa | 23.04.2005
München (dpa) - Der Siemens-Konzern ist bei der Suche nach Lösungen für seine kriselnde Kommunikationssparte möglicherweise vorangekommen. Bei Vorlage der Halbjahreszahlen an diesem Mittwoch werde Konzern-Chef Klaus Kleinfeld natürlich auch zur Lage im Festnetz- und Mobilfunkbereich Stellung nehmen, sagte ein Siemens-Sprecher am Samstag in München. Als Partner für die verlustreiche Handysparte ist laut Branchenspekulationen der taiwanesische Acer-Konzern im Gespräch. In der Festnetzsparte könnte sich Siemens laut einem Medienbericht mit dem kanadischen Telekom-Ausrüster Nortel verbünden.
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Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung (Samstagausgabe) sind die Verhandlungen mit Acer über einen Einstieg der Taiwanessen ins Siemens-Handygeschäft bereits weit fortgeschritten. Es würden aber auch Gespräche mit anderen Handy-Herstellern fortgesetzt. Der Siemens-Sprecher sagte dazu lediglich: "Wir kommentieren solche Gerüchte grundsätzlich nicht."
In Branchenkreisen wurde eine Allianz mit Acer aber als denkbare Möglichkeit angesehen. Siemens hat mit seinen Handys nach Schätzung von Analysten mitten im Branchenboom auch im abgelaufenen Quartal wieder einen Verlust von mehr als 100 Millionen Euro gemacht. Kleinfeld hatte gesagt, eine Sanierung aus eigener Kraft sei ebenso möglich wie ein Verkauf, eine Kooperation oder eine Schliessung.
Im Festnetzbereich prüft Siemens nach Informationen des "Spiegel" eine Kooperation mit dem angeschlagenen Telekom-Ausrüster Nortel. Dabei werde auch eine Beteiligung an Nortel erwogen. Auch dazu wollte der Konzern keine Stellungnahme abgeben.
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