Abzocke? Neue Telekom-Telefone umgehen Sparvorwahlen und Preselect
Verivox | 08.11.2004
Die Deutsche Telekom sorgt durch ein neues wettbewerbsverhinderndes Verhalten für Aufsehen, so eine Meldung des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Seit kurzer Zeit vertreibe die Telekom Endgeräte von Siemens, die mittels technischer Voreinstellungen am Gerät Call-by-Call und Preselection verhindern. Dadurch wird dem Verbraucher die Nutzung des Angebots alternativer Verbindungsnetzbetreiber praktisch unmöglich gemacht.
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Die Geräte stellten generell die Netzkennzahl der Deutschen Telekom (01033) der gewählten Nummer voran - auch dann, wenn der Kunde über Preselection voreingestellt ist oder eine Sparvorwahl über Call-by-Call gewählt hat. Das Telefon überschreibe aktiv die gewählte Sparvorwahl und trickse so gezielt diejenigen Kunden aus, die eigentlich die günstigen Wettbewerbertarife per Call-by-Call oder Preselection erreichen wollen, denn nur für diese Kunden machte der ganze technische Aufwand überhaupt Sinn: Für Telekom-Kunden, die weder Preselection noch Call-by-Call nutzen, ist ein Überschreiben der Rufnummer vollkommen überflüssig.
"Die DTAG versucht somit auf technischer Ebene die rechtliche Verpflichtung, Call-by-Call und Preselection diskriminierungsfrei anzubieten, auszuhebeln und – unterstützt von Siemens – fairen Wettbewerb zu verhindern," erklärt Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM.
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