Absatz- und Preisrückgang bei Gas lassen E.ON-Gewinne schrumpfen
Düsseldorf - Absatz- und Preisrückgänge beim Gas haben den Gewinn von Deutschlands größtem Energiekonzern E.ON im letzten Jahr schrumpfen lassen. E.ON verdiente unter dem Strich 5,33 Milliarden Euro und damit 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Konzern am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Der Umsatz ging um sechs Prozent auf knapp 82 Milliarden Euro zurück. Neben dem schwachen Geschäft der Gas-Tochter Ruhrgas waren dafür laut Unternehmen auch Währungsumrechnungseffekte bei der britischen Tochter E.ON UK und geringere Absatzmengen aus der Kern- und der Wasserkraft der schwedischen Tochter E.ON Nordic verantwortlich.
In Zentraleuropa steigerte E.ON sein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, wie der Konzern mitteilte. Es wuchs um 97 Millionen Euro auf 4,8 Milliarden Euro. Grund dafür waren laut E.ON ein Sparprogramm, höhere Netzentgelte und die Einbeziehung des 2008 erworbenen Frankreich-Geschäfts. Die "Abgabe von Stromkapazität" hingegen habe sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. In Deutschland etwa verkaufte E.ON im vergangenen Jahr seine Tochter Thüga, die 3,5 Millionen Strom- und 2,9 Millionen Gaskunden versorgt. Käufer war ein Konsortium aus etwa 50 Stadtwerken.
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