Abriss des Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich hat begonnen
Hintergrund: Das AKW Mülheim-Kärlich
Das 3,6 Milliarden Euro teure Atomkraftwerk in Mülheim-Kärlich bei Koblenz lieferte insgesamt nur 13 Monate lang Strom. Es war der erste deutsche Meiler, der aus Rechtsgründen stillgelegt wurde. Der nach langem Rechtsstreit 1986 erstmals in Betrieb genommene 1300-Megawatt-Reaktor der REW Power AG wurde bereits 1988 nach einer Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts wieder abgeschaltet.
Der geplante und am Freitag eingeleitete Abriss des einzigen rheinland-pfälzischen Atomkraftwerks wird voraussichtlich zehn Jahre dauern. Er ist Teil des im Juni 2001 von Bundesregierung und Stromkonzernen unterzeichneten Atomkonsenses. Mehr als 90 Prozent der Radioaktivität des Meilers wurden laut RWE in den Jahren 2001 und 2002 mit dem Abtransport seiner 209 Brennelemente in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague bereits entfernt.
Das Bundesverwaltungsgericht hatte die erste Teilgenehmigung von 1975 aufgehoben, weil die Erdbebengefahr im Rheingraben und der Vulkanismus in der Eifel unzureichend berücksichtigt worden seien. Das 23 Hektar grosse Gelände des Kraftwerks befindet sich auf einem erloschenen Vulkankrater. Die Kosten für den Abriss beziffert die RWE auf rund 500 Millionen Euro.
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