47% der Deutschen sind online: E-Mail sehr beliebt, VoIP wird kaum genutzt
Insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung haben E-Mails als moderne Form des Briefverkehrs Einzug gehalten: 77 Prozent der 15- bis 24-Jährigen gingen für diesen Zweck im ersten Quartal 2004 online, bei den über 64-Jährigen waren es lediglich 10 Prozent. Doch nicht nur das Alter, auch die persönliche Situation spielt eine Rolle: Studierende sind Spitzenreiter beim Versenden und Empfangen privater E-Mails (97 Prozent), gefolgt von Schülerinnen und Schülern ab 15 Jahren sowie Auszubildenden (78 Prozent bzw. 73 Prozent). In deutlich geringerem Umfang beteiligen sich Rentnerinnen und Rentner(16 Prozent), aber auch Hausfrauen (29 Prozent) oder Arbeitslose (43 Prozent) sind bei der elektronischen Korrespondenz weniger aktiv.
Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen bei der E-Mail-Nutzung basieren in erster Linie auf ihrer unterschiedlichen Internetbeteiligung. So liegt beispielsweise der Anteil der Onliner bei den 15- bis 24-Jährigen mit 91 Prozent um ein Vielfaches höher als bei den über 64-Jährigen (11 Prozent). Werden bei der Betrachtung ausschliesslich Internetnutzerinnen und -nutzer herangezogen, ergibt sich ein anderes Bild: Insgesamt gingen 80 Prozent der Internet nutzenden Personen ab 10 Jahren für den Austausch von E-Mails online. Von den über 64-jährigen Onlinern beteiligten sich 83 Prozent daran. Zum Vergleich: Bei jüngeren Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren waren es 85 Prozent. Und auch die persönliche Situation der Internetnutzerinnen und -nutzer spielt beim E-Mailen lediglich eine untergeordnete Rolle: 98 Prozent der Studierenden, aber auch 85 Prozent der Internet nutzenden Rentnerinnen und Rentner gingen im ersten Quartal 2004 zu diesem Zweck online. Ist also die Hürde ins Internet einmal genommen, erfreut sich der elektronische Briefwechsel grosser Beliebtheit.
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