330.000 Beschäftigte in Call-Centern - Noch Arbeitskräfte gesucht
dpa
Stromberg (dpa/lrs) - Die 2.800 Call-Center in Deutschland beschäftigen derzeit 330.000 Menschen und suchen weiter geeignete Arbeitskräfte. Das sagte der Präsident der Branchenvereinigung Call Center Forum (CCF) Deutschland, Manfred Stockmann, am Donnerstag zum Auftakt des Jahrestreffens seiner Organisation in Stromberg im Hunsrück. Nach Angaben von Stockmann wurden in den vergangenen eineinhalb Jahren 25.000 neue Arbeitsplätze in Call-Centern in Deutschland und zudem 10.000 Arbeitsplätze im Ausland geschaffen.
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Bei der Suche nach neuen Auslandsmärkten und gleichzeitig billigeren Arbeitskräften verlagern aber auch in der Call-Center-Branche mehr und mehr Firmen Arbeitsplätze in Länder wie Tschechien oder die Türkei, erläuterte Stockmann. In Deutschland verdienen die Call-Center-Beschäftigten, darunter 72 Prozent Frauen, nach seinen Angaben im Schnitt etwa 25.000 Euro brutto im Jahr.
Die Vereinigung CCF wertete die Schaffung eines neuen Ausbildungszweiges der Branche als Gewinn. Zur Qualitätsverbesserung soll von Herbst 2006 an ein neuer zweijähriger Ausbildungsberuf Kaufmann für Dialog und Kommunikationsmarketing geschaffen werden. Auf der Tagung in Stromberg beraten noch bis zum Freitag 80 Branchenexperten aus dem In- und Ausland über weitere Massnahmen zur Qualitätssteigerung in den Call-Centern.
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