3,2 Milliarden Euro für EDF durch Anleihen der Kleinanleger

AFP
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Paris - Für den französischen Energieversorger EDF ist seine Anleihe für Kleinanleger zu einem großen Erfolg geworden. EDF-Chef Pierre Gadonneix sagte der Zeitung "La Tribune" (Donnerstagausgabe), dass nach vorläufigen Berechnungen das Staatsunternehmen damit rund 3,2 Milliarden Euro eingenommen habe. Das ist drei Mal so viel wie erwartet. Nach Angaben von Gadonneix kauften 250.000 Anleger sowie 20.000 EDF-Beschäftigte die mit 4,5 Prozent verzinsten Schuldtitel. Das hoch verschuldete Unternehmen will die Milliarden für Investitionen in neue Kraftwerke nutzen.


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Unabhängig von der Anleihe forderte Gadonneix eine deutliche Erhöhung der staatlich reglementierten Strompreise. Diese müssten in den kommenden drei bis vier Jahren um 20 Prozent steigen, damit EDF investieren und seine Verschuldung abbauen könne, sagte der Konzernchef dem Sender RTL. Er verwies darauf, dass EDF mit seinen Strompreisen um 30 bis 40 Prozent unter Konkurrenten in anderen europäischen Ländern liege.

Der Konzern hatte im vergangenen Jahr große Zukäufe im Ausland getätigt und dies vor allem auf Pump finanziert. Unter anderem durch die Übernahme des britischen Atomkraftwerksbetreibers British Energy wuchs der Schuldenberg von EDF bis Ende 2008 um 50 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro.



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