2,5 Mio. Tonnen CO2-Ersparnis durch Biogasanlagen
FVB-Präsident Josef Pellmeyer: "Biogasanlagen sind weniger anspruchsvoll, was die eingesetzte Biomasse betrifft, als etwa der Nahrungs- und Futtermittelbereich. Sortenreinheit, bestimmte Detailqualitäten stehen da nicht so sehr im Vordergrund. Es muss zum Beispiel kein bestimmter Gesamt-Stärkegehalt, kein bestimmtes Gewichtsverhältnis Maiskolben zu Restpflanze erreicht werden. Dem Biogas-Betreiber kommt es vor allem auf einem hohen Gesamtertrag Biomasse vom Acker an. Das bedeutet, dass andere Sorten, andere Pflanzenarten in neuen Fruchtfolgen angebaut werden können."
Die Erforschung und Optimierung von geeigneten Energiepflanzen, Fruchtfolgen und Anbaumethoden sieht der Fachverband dennoch als wichtigen Baustein zu einem gesunden Branchenwachstum. Pellmeyer: "Das Landwirtschaftsministerium hat den Forschungsbedarf genau richtig erkannt. Genauso wie zahlreiche Naturschutzverbände begrüssen wir die Untersuchungen, wie z.B. durch Mischfruchtanbau die positiven Umwelteffekte der Biogas-Technologie nochmals gesteigert werden können". So soll unter anderem untersucht werden, wie auf einem Feld gemeinsam Sommergerste mit Lupinen oder Erbsen mit Leindotter angebaut und welche Energieerträge diese Mischungen liefern können.
Übereilten zusätzlichen Naturschutzauflagen für den Energiepflanzenanbau für Biogas beurteilt derVerband als ungerechtfertigt und wirtschaftlich schädlich. Es gibt keine Rechtfertigung, Biogas-Pflanzenbauer schärfer zu reglementieren als konventionelle. Pellmeyer: "Das angeregte Forschungsprojekt wird vielmehr zeigen, dass Biogas-Pflanzenbau von sich aus die genannten zusätzlichen ökologischen Vorteile bringt."
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