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Motorräder – Freiheit und Nervenkitzel

Wer motorisiert an der frischen Luft unterwegs sein will, fährt entweder Cabrio oder besser noch: Motorrad. Motorradfahren ist, so sagen es zumindest die Fahrer, mehr als reine Fortbewegung von A nach B. Es ist auch mehr als die einfache Bedienung einer Maschine. Für die meisten ist die Fahrt auf einem Motorrad ein Erlebnis, für viele sogar Selbstzweck. Oft definieren Motorradfahrer den Weg als das Ziel. Am Ende der Ausfahrt den gewünschten Ort zu erreichen ist nebensächlich – Hauptsache, man ist gefahren.

Motorräder unterscheiden sich von Autos zunächst offensichtlich dadurch, dass sie einspurige Fahrzeuge mit nur zwei Rädern sind. Zugelassen sind Motorräder für eine oder zwei Personen, den Fahrer und gegebenenfalls einen Mitfahrer, den so genannten Sozius. Eine Ausnahme von dieser Regel stellen so genannte Motorradgespanne dar, die zumeist über drei Räder in asymmetrischer Anordnung verfügen. In einem solchen Gespann dürfen je nach Zulassung auch mehr als ein Fahrgast befördert werden.

Motorräder – wie alles begann

Geschichte und Entwicklung des Motorrads sind eng an die Geschichte des Autos gekoppelt. Beide werden mit ähnlich konzipierten Verbrennungsmotoren angetrieben. Bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Gottlieb Daimler zusammen mit Wilhelm Maybach das erste Motorrad. Hier noch als einfacher Aggregatträger für einen neuen Motorenentwurf aufgebaut, schaffte es das Zweirad schnell, sich als eigenständiges Konzept weiterzuentwickeln. Daimler und Maybach hatten anschließend nichts mehr mit Motorrädern zu tun. Schnell etablierten sich hingegen Motorradhersteller, wie Triumpf, Douglas, Indian oder Harley Davidson, die zunächst ausschließlich für militärische Zwecke produzierten. Das Militär hatte erkannt, dass Melder auf Motorrädern schneller sind und auch durch unwegsames Gelände ans Ziel kamen. Erst nach dem Ende des ersten Weltkriegs begann auch der zivile Motorradbau.

Nach dem zweiten Weltkrieg erlebten Motorräder einen Boom, da sie deutlich billiger als Autos waren. In Deutschland verkauften damals gerade BMW und NSU in großen Stückzahlen. In den 1960er Jahren ging die Motorradnachfrage und Produktion aufgrund des Wirtschaftswunders beständig zurück. Um 1969 wurden die niedrigsten Produktions- und Zulassungszahlen überhaupt verzeichnet. Nur BMW stellte noch – im vierstelligen Produktionsbereich – Motorräder mit großem Hubraum her.

Neue Motorrad-Modelle mischen den Markt auf

Längst hatten mit Honda, Kawasaki oder Suzuki japanische Hersteller die Weltmarktführung übernommen. Drehfreudige Motoren und beeindruckende Fahrleistungen setzen neue Maßstäbe. Auch schufen Maschinen, wie die Kawasaki 900, eine ganz neue Motorradkultur. Schnelles, kurvenhungriges Fahren am Limit löste das gemütliche Cruisen teilweise ab. Die Motorradfahrer-Gemeinde trennte sich auf in die Cruiser, die auf schweren Chopper-Bikes gemütlich durch Stadt und Land fuhren und diejenigen die möglichst sportlich auf dem Superbike unterwegs waren.

Immer mehr Sonderformen von Motorrädern für bestimmte Einsatzarten wurden am Markt platziert. Neben den Choppern, die bevorzugt von Harley Davidson aus Milwaukee kamen und den sportlichen Superbikes aus Japan oder Italien buhlten in der Folge Tourer, Sportstourer, Supersportler, Enduros, Reiseenduros und Naked Bikes um die Gunst der Käufer.

Motorräder – Fahrspaß und Risiken

Allen Motorrad-Typen gemein ist ein vergleichsweise geringes Leistungsgewicht. Das sorgt dafür, dass die Zweiräder schnell beschleunigen und je nach Getriebeauslegung hohe Endgeschwindigkeiten erreichen können. Ein Leistungsgewicht von nahezu einem Kilogramm pro PS ermöglicht etwa einer MV Agusta F4 oder einer Kawasaki Ninja ZX-10R Beschleunigungswerte von 0 auf 100 km/h in unter drei Sekunden. Gleichzeitig erreichen Supersportler einen Top-Speed um die 300 km/h.

Diese Eigenschaften und etwas Adrenalin führen in Kombination mit der Exponiertheit des Fahrers zu einem erhöhten Risiko für schwere und tödliche Verletzungen bei Motorradfahrern. Die Motorradhersteller, aber auch die Hersteller von Helmen und Kleidung arbeiten mit Hochdruck daran, die Risiken zu reduzieren. Bislang jedoch ohne messbaren Erfolg. Das Risiko, auf einem Motorrad tödlich zu verunglücken, ist laut einer Studie der Unfallforscher der Versicherer (UDV) demnach 14-mal höher als im Auto. Eine Rate, die man in anderen Situationen wohl kaum akzeptieren würde.

Dieser Umstand zeigt ganz klar, dass Motorradfahren eine Philosophie, ja eine Lebenseinstellung ist, die weniger von rationalen und vielmehr von emotionalen Motiven getrieben wird. Der Fahrer ist nicht in einer Hülle gefangen, die einen von der Umwelt abtrennt. Man ist mitten im Geschehen, kann jederzeit einen Fuß auf die Straße setzen, jede Bewegung beeinflusst das Fahrverhalten. Man spürt den Wind, erlebt alle Gerüche, fühlt Wärme und Kälte. „Zwischen den Beinen arbeitet der Motor, deutlich hör- und fühlbar. Motorradfahren ist ein Fest für die Sinne, eine Flucht aus dem Alltag, eine herrlich analoge, naturnahe, echte Erfahrung.“, sagt das Motorad-Wiki und beschreibt das angesprochene Gefühl damit wohl recht treffend.