Auswahlkriterien: Was sollte ich bei der Wahl der Kfz-Versicherung beachten?

Bei der Wahl der Kfz-Versicherung sollten Sie einige Aspekte beachten. Nicht nur die Höhe der Versicherungsprämie, sondern auch die Höhe der Deckungssummen und der Umfang der Versicherungsleistungen sollten bei Ihrer Entscheidung für oder gegen eine Versicherung eine Rolle spielen. Bedenken Sie im Vorfeld, welche Risiken durch eine Kfz-Versicherung abgedeckt werden sollen - sonst kann es im Schadensfall unter Umständen teuer werden.

Kfz-Haftpflicht: Deckungssumme

Für die Entschädigung von Unfallopfern sieht das Gesetz eine Mindestdeckung von 7,5 Millionen Euro für Personenschäden und 1,12 Millionen Euro für Sachschäden vor. Darüber hinaus werden für Vermögensschäden, die weder mittelbar noch unmittelbar mit Personen- oder Sachschäden zusammenhängen, 50.000 Euro veranschlagt. Ein Unfall mit Personenschaden kann jedoch hohe Kosten nach sich ziehen, die leicht die gesetzlichen Deckungsgrenzen überschreiten. Die meisten Versicherer bieten daher eine pauschale Deckungssumme von 50 oder 100 Millionen Euro, einige sogar eine unbegrenzte Deckung an.

Teil- oder Vollkasko

Die Kaskoversicherung reguliert Schäden am eigenen Fahrzeug. Unterschieden wird zwischen der Teilkasko- und der Vollkaskoversicherung. Die Teilkaskoversicherung reguliert Fahrzeugschäden, die durch Brand, Explosion, Diebstahl, Haarwild, Marderbisse, Glasbruch, Kurzschluss und höhere Gewalt verursacht wurden. Die Vollkaskoversicherung übernimmt zusätzlich die Absicherung von Schäden, die durch Vandalismus, Fahrerflucht oder einen selbstverschuldeten Unfall an Ihrem Fahrzeug entstehen können.

Grundsätzlich sollte der Umfang Ihres Versicherungsschutzes in einer vernünftigen Relation zu Alter und Wert des Fahrzeugs stehen. Experten raten, ab einem Fahrzeugalter von vier Jahren die Vollkasko- in eine Teilkaskoversicherung umzuwandeln. In der Regel nehmen die Kosten für einen Teilkaskoversicherungsschutz spürbar ab.

Ausnahme 1: Für Versicherungsnehmer, die über viele Jahre hinweg schadenfrei geblieben sind, kann sich der Verbleib in der Vollkaskoversicherung lohnen. Die Beitragsberechnung erfolgt in der Vollkaskoversicherung in Abhängigkeit zur Schadenfreiheitsklasse, in der Teilkaskoversicherung jedoch nach festen Beitragssätzen. Sofern Sie sich eine günstige Schadenfreiheitsklasse „erfahren“ haben, besteht die Möglichkeit, dass die Versicherungsprämie in der Vollkasko nur noch unwesentlich höher ist als die Versicherungsprämie in der Teilkasko - und das bei umfassenderen Leistungen. Informieren Sie sich deshalb schon im Vorfeld, inwieweit sich eine Vertragsänderung im Verhältnis von Preis zu Leistung für Sie lohnt.

Ausnahme 2: Ihr Fahrzeug hat nach vier Betriebsjahren noch immer einen hohen Zeitwert. Auch in diesem Fall lohnt sich die Weiterversicherung Ihres Fahrzeugs in der Vollkaskoversicherung, da die von der Versicherung gezahlten Erstattungssummen maßgeblich vom Zeitwert abhängig sind.

Werkstattbindung – Ja oder nein?

Mit einer Werkstattbindung erklären Sie sich dazu bereit, Kaskoschäden in einer Partnerwerkstatt Ihres Versicherers reparieren zu lassen. Der Versicherer honoriert die Werkstattbindung mit Rabatten zwischen fünf und 20 Prozent auf die Versicherungsprämie. Zusätzlich bieten Versicherer bis zu drei Jahre Garantie auf die Reparatur.

Trotz der Prämienersparnis kann eine Werkstattbindung auch Risiken bergen – insbesondere bei Neu- und Leasingfahrzeugen. Der Grund: Mancher Autohersteller verwehrt Kulanzleistungen, wenn im Schadensfall keine Vertragswerkstatt aufgesucht wird. Neuwagengarantien sind nach Angaben des ADAC jedoch nicht gefährdet.

Beachten Sie aber, dass Ihre Versicherung Leistungen kürzen kann, wenn Sie Ihr Fahrzeug eigenmächtig bei einer anderen Werkstatt in Reparatur geben.

Selbstbeteiligung

Ist ein Versicherungsnehmer im Schadensfall bereit, einen Teil der Kosten zu übernehmen, wirkt sich dies günstig auf die zu zahlende Versicherungsprämie aus. Daneben lässt sich die Rückstufung in eine ungünstigere Schadenfreiheitsklasse vermeiden, wenn der Versicherungsnehmer Bagatellschäden aus eigener Tasche finanziert.

Eine Selbstbeteiligung kann sowohl für die Teil- als auch für die Vollkaskoversicherung vereinbart werden. Die Höhe der Selbstbeteiligung kann der Versicherungsnehmer in gewissem Umfang selbst bestimmen. Am häufigsten wird jedoch eine Selbstbeteiligung von 150 Euro in der Teilkasko- und 300 Euro in der Vollkaskoversicherung angeboten.

Zusätzlicher Versicherungsschutz

Wer häufig im Auto unterwegs ist, sollte überlegen, inwieweit für ihn zusätzliche Versicherungs-leistungen sinnvoll sind. Zu empfehlen ist beispielsweise ein Schutzbrief, der Hilfeleistungen bei Pannen, Unfällen oder Diebstählen im In- und europäischen Ausland einschließt. Daneben gibt es die Mallorca-Police, die Insassenunfallversicherung und weitere.

 
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