Ein Festnetzanschluss gehört seit der Erfindung des Telefons in jeden Haushalt. Das eigene Telefon verkörperte jahrzentelang ständige Erreichbarkeit und unbeschränkte Kommunikation mit der ganzen Welt. Langsam aber sicher – so munkeln manche – wird das Festnetz-Telefon jedoch von Handys und dem Internet abgelöst. Aber so weit ist es noch nicht. Für viele Studierenden lohnt sich ein Festnetz-Anschluss zum Telefonieren noch immer, darüber hinaus halten sich die Kosten dafür in Grenzen.
Wie beim DSL gibt es leider auch bei Festnetz nicht sehr viele Anbieter, die spezielle Tarife für junge Leute im Angebot haben. Studierende, die BaföG beziehen, haben aber monatlich zusätzliche Sparmöglichkeiten. Zum einen können sie sich von der monatlichen GEZ-Gebühr befreien. GEZ muss jeder Studierende zahlen, der ein Radio, einen Fernseher oder ein internetfähiges Gerät besitzt. Auf der Webseite der GEZ können BaföG-Empfänger jedoch ein Antrag auf Gebühren-Befreiung stellen, der in der Regel jährlich wiederholt werden muss. BaföG-Bezieher können außerdem den Sozialtarif bei der Telekom in Anspruch nehmen. Der Sozialtarif steht Studierenden zur Verfügung, die einen Festnetz-Anschluss der Telekom haben und einen passenden Telekom-Tarif beziehen. Mehr Informationen findet man auf der Webseite der Deutschen Telekom. Für Wohngemeinschaften ist der Sozialtarif jedoch nicht geeignet, da der BaföG-Empfänger alleiniger Anschlussinhaber sein muss. Doch auch WGs mit Telekom-Anschluss können sparen, wenn sie für Anrufe ins Mobilfunknetz oder ins Ausland Call-by-Call-Vorwahlen nutzen.
Telefon und DSL in der WG
In einer WG können die Kosten für einen gemeinsamen DSL- und Telefon-Anschluss wunderbar untereinander aufgeteilt werden. Einige Dinge gilt es bei der Suche nach dem passenden WG-Tarif jedoch zu beachten. Ein WLAN-Router ist ein Muss, damit sich alle Mitbewohner drahtlos mit dem Internet verbinden können. Die gibt bei vielen DSL-Tarifen gratis oder vergünstigt dazu. Beim Telefon ist es nicht ganz so einfach. Entweder die gesamte WG teilt sich die gleiche Rufnummer oder es muss ein spezieller Tarif mit mehreren Rufnummern ausgewählt werden. Zudem sollten die Nutzungsgewohnheiten der einzelnen Mitbewohner berücksichtigt werden. Der eine telefoniert viel ins Festnetz, während der andere eine Freundin im Ausland hat. Das kann die Telefonrechnung schnell in die Höhe treiben. Spezielle Auslands-Flatrates schaffen jedoch Abhilfe.
Wann sich ein Komplettpaket lohnt
Die zahlreichen Angebote von Komplettpaketen, die eine Festnetz-Flatrate und eine Internet-Flatrate enthalten, sind ein wesentliches Argument für den festen Telefonanschluss. Wer einen DSL-Anschluss hat oder möchte, der kann damit gleichzeitig auch den Festnetzanschluss abdecken. Denn die Preise für solche Kombi-Angebote sind sehr günstig und bieten durch die Pauschale eine sehr gute Kostenkontrolle. Gerade für WGs ist das sehr praktisch. Auf einen reinen Telefon-Anschluss können Studierende aber theoretisch auch verzichten, wenn sie einen passenden Handytarif nutzen. Mehr dazu erfahrt Ihr auf der Seite Handytarife für Studierende.
IP-Telefonie ersetzt den Telefonanschluss
Studierende, die in ihrer Wohnung oder WG auf eine DSL-Leitung mit hoher Bandbreite zurückgreifen können, sollten über IP-Telefonie als Ersatz für einen Festnetzanschluss nachdenken. Viele Provider haben inzwischen spezielle IP-Telefonie-Angebote in Verbindung mit einer DSL-Flatrate im Angebot. Die Qualität der Internettelefonie ist inzwischen nahezu so gut wie bei den konventionellen Telefonleitungen. Die zusätzlichen Festnetzkosten entfallen somit.